BAMBERG - Die Baskets Bamberg haben zum dritten Mal in der Club-Geschichte den Pokal der Basketball-Bundesliga gewonnen. Der deutsche Meister setzte sich am Sonntag in eigener Halle in einem dramatischen Endspiel gegen die Phantoms Braunschweig mit 69:66 (36:35) durch und verteidigte damit seinen Titel aus dem Vorjahr erfolgreich. „Vor eigenem Publikum zu gewinnen, ist noch einmal besonders schön“, sagte Bambergs Nationalmannschafts-Center Tibor Pleiß.

Vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Bamberger Arena waren Anton Gavel und Predrag Suput mit je zehn Punkten beste Werfer bei den Franken. Bei den überraschend starken Braunschweigern kam Kevin Hamilton auf 20 Zähler. Die Südost-Niedersachsen hatten ihr Halbfinale am Sonnabend mit 82:77 (37:35) gegen die Frankfurt Skyliners gewonnen. Platz drei ging an die Artland Dragons Quakenbrück, die im kleinen Finale gegen Frankfurt mit 90:56 (52:34) siegten.

9,8 Sekunden vor dem Ende sicherte der Bamberger Brian Roberts dem hohen Favoriten mit zwei verwandelten Freiwürfen gegen Braunschweig den dritten Titel in Serie nach Pokalsieg und Meisterschaft in der vergangenen Saison. Allerdings mussten die Franken gegen Braunschweig Schwerstarbeit verrichten, ehe der Erfolg feststand.

Dieses war schon im Halbfinale am Sonnabend der Fall gewesen. Erst nach Verlängerung setzten sich die Franken gegen die Artland Dragons mit 101:93 (85:85, 49:42) durch.

„Ich bin sehr stolz auf mein Team. Mit welcher Intensität die Spieler nach der großen Enttäuschung am Sonnabend heute aufgetreten sind, das war klasse“, sagte Quakenbrücks Trainer Stefan Koch.

In der Personaldiskussion um Dirk Bauermann haben sich derweil die Fronten verhärtet. Der Deutsche Basketball-Bund verlangt, dass der 53-Jährige ab Juni wieder ausschließlich als Bundestrainer tätig ist. Bauermann betreut derzeit in Personalunion auch den Zweitligisten Bayern München, der bereits als Bundesliga-Aufsteiger feststeht.