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NWZonline.de Sport Basketball

Spiel 3 Im Finale In Bamberg: Baskets müssen sich ordentlich strecken

09.06.2017

Oldenburg Die Pressekonferenz war beendet, die Journalisten packten eifrig ihre Sachen zusammen, da gerieten Mladen Drijencic und Andrea Trinchieri ins Plaudern. Arm in Arm standen sie am späten Mittwochabend im Innern der großen EWE-Arena da, sie scherzten, sie lachten – und wirkten dabei wie zwei Kumpels, die sich gerade für ein gemeinsames Glas Wein oder Bier verabreden.

Der freundschaftliche Umgang der beiden Basketball-Trainer offenbarte einerseits den Respekt, den die Berufskollegen für eineinander aufbringen. Auf der anderen Seite sagte er viel aus über die Stimmungslage nach dem zweiten Finalspiel um die deutsche Meisterschaft. Der Qualitätsunterschied zwischen den von Drijencic betreuten EWE Baskets und Trinchieris Brose Bamberg war auch bei Oldenburgs 76:88 (32:48)-Heimniederlage derart offensichtlich, dass sich die Trainer die bei einer Finalserie zu erwartenden Scharmützel einfach sparten.

„Um Bamberg zu schlagen, müssen wir ein perfektes Spiel machen – und Bamberg müsste sehr viel falsch machen“, sagte Drijencic vielsagend. Nahezu alles spricht dafür, dass Bamberg in Spiel drei an diesem Sonntag (17.15 Uhr/Sport 1) vor eigenem Publikum den Titel-Hattrick perfekt macht.

Zwar verlief das zweite Duell der „Best-of-five“-Serie nicht ganz so einseitig wie das Auftaktspiel (60:96), doch unterm Strich blieben die Baskets trotz aller Leidenschaft und der Anfeuerung durch die 6000 Zuschauer chancenlos. „Bamberg spielt wie eine Maschine“, klagte Power Forward Maxime De Zeeuw: „Die haben jeden unserer Fehler in der Defensive gnadenlos bestraft.“ In der Tat war es imponierend, mit welcher Präzision und Schnelligkeit sich die Franken den Ball zupassten, sich so zahlreiche offene Dreipunktewürfe erspielten – und diese ohne mit der Wimper zu zucken verwandelten. Allein Nicolo Melli erzielte fünf Dreier und kam dabei auf eine traumhafte Trefferquote von 100 Prozent.

„Die haben unheimlich präzise geschossen. Das hat den Unterschied gemacht“, meinte Drijencic, der seinem Team keinen Vorwurf machen wollte: „Ich freue mich für meine Mannschaft, dass sie heute die Kraft aufbringen konnte, ein gutes Spiel abzuliefern.“ Namentlich lobte Drijencic seine Topscorer Brian Qvale (19 Punkte) und Rickey Paulding (18) sowie Dennis Kramer, der viele gute Aktionen hatte und insgesamt acht Zähler markierte. „Dennis ist die positive Überraschung dieser Playoffs“, meinte der Coach.

Auch die Fans honorierten die Leistung der Oldenburger in dieser Meisterrunde und sangen nach Spielschluss so lange weiter, bis das gesamte Team noch einmal aus der Kabine in die Halle zurückkehrte und sich für die Unterstützung bedankte. Die Szene sah nach Abschied aus: Zu unwahrscheinlich scheint es, dass es am kommenden Mittwoch noch zu einem Wiedersehen im einem vierten Spiel im Ausweichquartier Bremer ÖVB-Arena kommt.

Auch wenn Trinchieri pflichtgemäß davon sprach, dass er am Sonntag „einen weiteren großen Kampf“ erwarte, können die Bamberger wohl getrost Meister-T-Shirts drucken und Getränke kalt stellen – die siebte Meisterschaft in den vergangenen acht Jahren scheint nur noch Formsache für die auch finanziell in einer anderen Liga spielenden Franken zu sein.

Der einzige Strohhalm, an den sich die Baskets noch klammern können, ist die Hoffnung auf ein Basketball-Wunder. „Wir werden nicht mit weißer Fahne nach Bamberg fahren. Wir haben Charakter, wir haben unseren Stolz nicht aufgegeben“, sagte Drijencic trotzig und De Zeeuw ergänzte: „Es könnte Sonntag das letzte Spiel der Saison sein. Also werden wir rausgehen und alles geben.“

Fehlen wird den Oldenburgern dann wohl erneut Vaughn Duggins. Beim US-Guard habe sich das im Winter operierte Sprunggelenk entzündet, sagte Drijencic. Duggins werde derzeit in München behandelt. Vermutlich wird der 29-Jährige deshalb auch am Sonntag durch Vladimir Mihailovic ersetzt.

Christopher Deeken Redakteur / Sportredaktion
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Arne Jürgens Redakteur / Redaktion Westerstede
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