Jena - Frantz Massenat, Philipp Schwethelm, Brian Qvale und Jannik Freese haben sich nicht von der bei den EWE Baskets grassierenden Lebensmittelvergiftung kleinkriegen lassen. Sie zogen trotz der am Sonntag und Montag aufgetretenen Beschwerden am Dienstagabend das Trikot des Oldenburger Basketball-Bundesligisten an. Es sollte sich auszahlen, sicherten die Baskets sich doch einen wichtigen 92:51 (50:28)-Sieg im Kampf um die Playoffs im Nachholspiel bei Science City Jena. Einzig Dirk Mädrich, der auch von den Symptomen betroffen war, konnte die Auswärtsreise nicht antreten.

Ob die Lebensmittelvergiftung Schuld an dem recht trägen Start gegen Jena war, weiß niemand. Fakt ist aber, dass der am Dienstagmittag mit Freese aus Sande (Landkreis Friesland) nachgeflogene Qvale erst nach knapp vier Minuten den ersten Korberfolg für das Team von Trainer Mladen Drijencic erzielte. Die Gäste kamen immer besser ins Spiel und erarbeiteten sich angeführt von Chris Kramer, der elf seiner 17 Punkte im ersten Spielabschnitt erzielte, eine 25:16-Führung. „Nach einem schweren Beginn haben wir angefangen, aus allen Lagen zu treffen“, sagte der Topscorer: „Dieser Sieg hat uns bei allen Umständen sehr gut getan.“

In der Folge spielten die Baskets sich vor 2178 Zuschauern in einen Rausch, komfortabel ging es mit 50:28 in die Pause. Auch nach der Halbzeit zeigten sie keine Anzeichen einer schwächenden Lebensmittelvergiftung. Vielmehr machten die Oldenburger da weiter, wo sie aufgehört hatten. Die Trefferquoten blieben auf hohem Niveau. Die von Jena erzielten 51 Punkte sind die wenigsten, die die Baskets in dieser Saison wettbewerbsübergreifend zugelassen haben. Es dürfte den Coach zudem erfreut haben, dass er ohne qualitativen Verlust rotieren konnte, jeder eingesetzte Akteur verzeichnete mindestens zwei Zähler.

Zum Abschluss der Hauptrunde tritt Oldenburg am Montag (15.30 Uhr) bei den Baskets Bonn an. Möglicherweise kann sich das Drijencic-Team dort auch eine Niederlage erlauben, wenn die Konkurrenz ebenfalls patzt.

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