Oldenburg - Wenn die EWE Baskets an diesem Freitag (18.30 Uhr) zum Spitzenspiel bei den Frankfurt Skyliners antreten, dann treffen unter den Körben sowohl physisch als auch von ihrer Leistungsstärke zwei echte Schwergewichte der Basketball-Bundesliga aufeinander – Oldenburgs Brian Qvale und Frankfurts Johannes Voigtmann.

Qvale befindet sich seit Wochen in starker Form. Beim jüngsten 102:97-Erfolg gegen Spitzenreiter Bamberg, dem zwölften Erfolg in Serie der Baskets, drehte der 2,10 Meter große und 115 Kilogramm schwere Center so richtig auf. 31 Punkte in gerade einmal 24 Minuten Einsatzzeit bedeuteten Saisonbestleistung für den 27-jährigen US-Amerikaner, der vor der Saison in die Huntestadt wechselte. In den vergangenen sechs Wochen erzielte Qvale im Schnitt 18,3 Punkte, hatte eine Trefferquote von 72 Prozent und holte 6,3 Rebounds pro Partie – allesamt herausragende Werte. Mit inzwischen 15,2 Punkten und 6,1 Rebounds pro Spiel gehört Qvale auf die gesamte Saison gesehen zu den effektivsten Akteuren der Liga.

„So kurz vor den Playoffs ist die beste Zeit, um seinen besten Basketball zu spielen“, sagte der Dauerbrenner, der in 29 von 30 Ligaspielen in der Startformation stand, nach seiner starken Vorstellung gegen den Ligaprimus aus Bamberg.

Diese beste Leistung wird er in der Main-Metropole erneut abrufen müssen. Auf der anderen Seite wartet in Johannes Voigtmann nämlich ein nicht minder talentierter Center, der zuletzt allerdings etwas schwächelte. Dem 23-jährigen deutschen Nationalspieler, einen Zentimeter größer als Qvale und ebenfalls 115 Kilogramm schwer, gelangen in den vergangenen sechs Partien in der Bundesliga im Schnitt nur 9,5 Punkte, eine Trefferquote von 52 Prozent und 2,8 Rebounds.

Dennoch zählt Voigtmann zu den größten Talenten auf seiner Position in Deutschland, hat mit seinen jungen Jahren bereits 27 Länderspiele absolviert und wurde in der Spielzeit 2014/15 als „Bester deutscher Nachwuchsspieler (U 23)“ und „Most Improved Player (MIP)“ ausgezeichnet.

Rein tabellarisch könnten Qvale und Co. ihren dritten Tabellenplatz (48:12 Punkte) gegen den direkten Verfolger (48:16) an diesem Freitag mit einem weiteren Erfolg festigen. Baskets-Trainer Mladen Drijencic, der auf den verletzten Dennis Kramer verzichten muss, weiß jedoch, was für eine schwierige Aufgabe in Frankfurt auf sein Team zukommt: „Wir erwarten eine sehr intensive und körperliche Verteidigung einer Mannschaft, die sich auch gruppentaktisch hervorragend bewegt.“ Die Gastgeber könnten variabel verteidigen (sie erlauben im Schnitt nur 68,5 Punkte pro Partie). Deshalb sei es schwierig, gegen sie „Lücken und Rhythmus zu finden“.

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion