Oldenburg - Auswärtsspiele in der Bundesliga waren für die EWE Baskets in der jüngeren Vergangenheit alles andere als vergnügungssteuerpflichtig: In Bonn und in Ulm kam der Basketball-Bundesligist jeweils böse unter die Räder. An diesem Sonnabend (20 Uhr) tritt das Team von Trainer Sebastian Machowski erneut in fremder Halle an – beim Tabellensechsten TBB Trier.
Nun hoffen bei den Baskets alle Verantwortlichen darauf, dass die Mannschaft endlich ihren Rhythmus gefunden hat und sich in Trier nicht die nächste hohe Niederlage einfängt. Die Stimmung, die nach dem 66:96 in Ulm vor zwei Wochen noch frostig war, hat sich aber inzwischen wieder merklich gebessert.
Grund dafür sind die beiden Spiele in der vergangenen Woche: So machten die Baskets am Dienstag durch den Erfolg bei Szolnoki Olaj in Ungarn den vorzeitigen Gruppensieg in der Euro-Challenge perfekt und können damit bereits für die Zwischenrunde planen. Noch eindrucksvoller geriet die 113:62-Demontage von Phoenix Hagen am vergangenen Sonnabend, bei der die Baskets ihren höchsten Bundesliga-Sieg der Vereinsgeschichte feierten. „Genau so ein Spiel haben wir einmal gebraucht“, sagte Konrad Wysocki, der mit einer überragenden Leistung dafür sorgte, dass die Ausfälle von Adam Chubb und Ronnie Burrell nicht ins Gewicht fielen.
Nach ihrer Genesung gehörten Chubb und Burrell in Szolnok noch nicht wieder zur Anfangsformation, Machowski schenkte Wysocki und Jannik Freese erneut das Vertrauen. Gegen Trier würde es allerdings überraschen, wenn zumindest Chubb nicht wieder von Beginn an auflaufen würde. Schließlich war der Center aus den USA bis zu seiner Erkrankung eine zentrale Figur im Spiel der Baskets.
Gegner Trier ist die Überraschungsmannschaft der Liga. Nach den Abgängen der Nationalspieler Philip Zwiener (Bremerhaven) und Maik Zirbes (Bamberg) galten die Moselstädter für viele als sicherer Abstiegskandidat – nach dem Sieg in Würzburg in der Vorwoche darf man sogar auf die Playoffs hoffen. Star der Trierer ist Trainer Henrik Rödl: Der ehemalige Spieler von Alba Berlin und Europameister von 1993 hat seit 2010 in Trier als Trainer Erfolg. Dort setzt er vornehmlich auf junge deutsche Spieler. Mit Erfolg: Derzeit gilt er sogar als Kandidat auf den Bundestrainer-Posten, der nach dem Wechsel von Svetislav Pesic zum FC Bayern vakant geworden ist.
