Bamberg/Vechta - Die Basketballer von Bayern München haben ihre Vormachtstellung in der Bundesliga vorerst zementiert. Der Tabellenführer gewann am Sonntag das Gipfeltreffen bei den Baskets Bamberg mit 76:75 (34:40) und entschied nach dem Hinspiel damit auch das zweite Liga-Duell mit dem Titelverteidiger für sich. In der Tabelle liegt das Team von Trainer Svetislav Pesic nun zwei Punkte vor den Franken.

Da die Bayern mit den beiden Erfolgen auch den direkten Vergleich für sich entschieden haben, dürften sie fünf Spieltage vor dem Ende der Hauptrunde kaum noch von Platz eins zu verdrängen sein. Das würde dem Starensemble von der Isar den Heimvorteil bis hin zu einer möglichen Finalserie garantieren. Bester Werfer bei den Gästen war Bryce Taylor mit 15 Punkten, bei Bamberg kam D’Or Fischer auf 13 Zähler.

In einer hochklassigen Partie erwischten die Bayern vor 6800 Zuschauern in der ausverkauften Bamberger Arena den besseren Start und zogen Mitte des ersten Viertels erstmals auf sieben Punkte davon (18:11). Doch im zweiten Abschnitt fanden die Hausherren ihren Rhythmus. Angeführt von Anton Gavel machten die Franken den Rückstand wett und gingen mit einer Sechs-Punkte-Führung in die Pause.

„Wir hatten die Partie 15 Minuten lang im Griff, hatten dann aber zu viele Ballverluste“, analysierte Bayerns Geschäftsführer Marko Pesic. Nach dem Seitenwechsel zogen zunächst die Bamberger weiter davon und lagen zwischenzeitlich mit neun Zählern vorne (49:40). Allerdings konnte der Meister der vergangenen vier Jahre den Vorsprung nicht behaupten.

Eine peinliche Leistung lieferten derweil die Artland Dragons bei den Tigers Tübingen ab. Beim Tabellenvorletzten gingen die Quakenbrücker mit 64:104 unter. „Ich schäme mich für die Leistung meiner Mannschaft“, sagte Trainer Tyron McCoy, dessen Schützlinge wohl alle Chancen auf Platz vier verspielt haben dürften. Nach der Niederlage haben die Dragons schon sechs Punkte Rückstand auf die Baskets Oldenburg, die sich gegen Würzburg mit 83:75 durchsetzten.

Für Rasta Vechta rückt der Abstieg unterdessen immer näher. Das Schlusslicht kassierte am Sonnabend beim 67:75 gegen Phoenix Hagen die zwölfte Niederlage in Folge und wartet damit weiter auf den ersten Sieg in der Rückrunde. Bei einem Restprogramm mit Heimspielen gegen Tübingen, Frankfurt und München sowie Auswärtsaufgaben in Bamberg und in Bremerhaven sind die sechs Punkte Differenz zum rettenden 16. Rang wohl kaum noch aufzuholen.

„Wir hatten Chancen, aber haben sie nicht genutzt“, meinte Coach Pat Elzie nach dem Hagen-Spiel. Bester Werfer bei Rasta war Brandon Bowmann. Eine Heimniederlage kassierten auch die Eisbären Bremerhaven. Beim 76:82 gegen Ludwigsburg war Darius Adams mit 21 Punkten bester Eisbären-Werfer.