Ulm/Berlin - Das Starensemble von Bayern München hat im Spitzenspiel bei RP Ulm seine Muskeln spielen lassen und die Tabellenführung in der Basketball-Bundesliga verteidigt. In der Neuauflage des Pokal-Halbfinales revanchierten sich die Bayern am Sonntag vor 6200 Zuschauern mit dem 70:59 (33:33) für die Niederlage vor Wochenfrist und zogen dank des ersten Sieges in Ulm mit 48:8 Zählern wieder am punktgleichen Meister Baskets Bamberg vorbei. „Das war eine perfekte Defensivleistung. Die Art und Weise des Auftritts gibt viel Selbstbewusstsein“, lobte Bayern-Coach Svetislav Pesic.

In der umkämpften Partie setzten sich die Münchner erst gegen Ende des dritten Viertels etwas ab, brachten den Erfolg in der Schlussphase aber sicher nach Hause. Der Primus ist damit für das Duell mit den Bambergern am kommenden Sonntag (17.05 Uhr/Sport 1) gewappnet. Die Franken hatten sich am Vortag zu einem 81:72 (32:36) in Hagen gemüht. „Ich bin froh, hier gewonnen zu haben“, räumte Bambergs Coach Chris Fleming ein. Sein Team gewann nach Start-Schwierigkeiten erst nach der Pause die Oberhand.

Derweil kassierte Schlusslicht Rasta Vechta mit 66:91 (33:48) seine höchste Saison-Niederlage beim Tabellen-Dritten Alba Berlin vor 11 250 Zuschauern in der Arena am Ostbahnhof. Darunter waren auch 1000 Rasta-Fans, die die Mannschaft am Sonnabend in die Hauptstadt begleiteten. Auf dem Parkett blieb der Aufsteiger allerdings chancenlos und lag bereits nach nicht einmal 90 Sekunden mit 2:9 zurück. Bei Rasta stemmten sich vor allem Richard Williams (14 Punkte), Brandon Bowman (13) und Dirk Mädrich (12) gegen die Niederlage. Bester Werfer des Pokalsiegers war Jan-Hendrik Jagla (14).

„Ein herzlicher Dank geht an unsere Fans, die einen tollen Auftritt hatten. Ich wünschte, unsere Leistung auf dem Parkett wäre auch so gut gewesen“, resümierte Rasta-Trainer Pat Elzie und räumte ein: „Leider hat man aber heute einen klaren Klassenunterschied gesehen. Wir haben gekämpft, aber das reicht gegen so ein Team nicht.“