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NWZonline.de Sport Basketball

Bei den Eisbären geht eine lange Wartezeit zu Ende

27.04.2005

BREMERHAVEN BREMERHAVEN - 20 Jahre nach einem missglückten Versuch verfügt Bremerhaven ab dem kommenden Wochenende wohl endlich über einen Basketball-Bundesligisten: Gewinnt Zweitliga-Tabellenführer Eisbären Bremerhaven am Sonnabend (19.30 Uhr/Stadthalle) gegen den Tabellenachten Schwarz-Weiß Essen sein letztes Saisonspiel, stehen die Seestädter als Aufsteiger in die Eliteliga fest.

„Hier hat sich in den vergangenen Jahren viel entwickelt, das Umfeld ist sehr professionell geworden“, sagt Eisbären-Manager Jan Rathjen. „Wir würden die Aufstiegsoption wahrnehmen.“

Das war 1985 nicht der Fall, als der sportlich für die Erste Liga qualifizierte OSC Bremerhaven die Gelegenheit wegen finanzieller Probleme verstreichen ließ. Die Basketball-Abteilung des OSC bildet mittlerweile mit der des Stadtkonkurrenten SFL die BSG Bremerhaven, den Unterbau der Eisbären. Rathjen: „Wir planen für die Bundesliga mit einem Etat von 1,2 oder 1,3 Millionen Euro. Damit kann man sich etablieren, sprich um den Klassenerhalt spielen.“ Zu dieser Summe klafft allerdings noch eine Lücke. Rathjen hofft aber, diese mit der Hilfe von überregionalen Geldgebern schließen zu können. Der Zuschauerschnitt der Eisbären in der Zweiten Liga von 1450 soll in der Bundesliga auf 2500 steigen.

Eng verbunden ist der sportliche Erfolg in Bremerhaven mit Sarunas Sakalauskas. Der Litauer, ein promovierter Sportwissenschaftler, trainiert die Eisbären im fünften Jahr. „In dieser Zeit ging es immer bergauf“, sagt Rathjen. „Nach den Plätzen acht, sechs, drei und zwei wäre es nun die Krönung.“

Schlüsselspieler bei den Seestädtern ist Alon Stein, ein gebürtiger Israeli mit deutschem Pass. „Er ist der Kopf der Mannschaft“, lobt Rathjen. Besonders stolz sind die Bremerhavener darauf, dass in der Zweiten Liga auch die Eigengewächse Robert Tomaszek und Lukas Dawidowski zu den Leistungsträgern gehören.

Die Personalplanung für die Bundesliga will Rathjen erst angehen, wenn der Aufstieg perfekt ist: „Vorher wird es keine Vertragsgespräche geben.“ Dass sich die Bremerhavener mit den Bundesligisten Oldenburg und Quakenbrück im Nordwesten um Zuschauer oder Sponsoren streiten werden, glaubt Rathjen nicht: „Im Gegenteil, der Basketball würde hier einen weiteren Aufschwung erleben. Ich sehe die Region als Ganzes und zähle auch die Zweitligisten Bremen und Cuxhaven dazu.“

Hauke Richters
Leitung
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2030

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