BERLIN - Entscheidung vertagt, Endspiel in Bamberg: Im Kampf um die deutsche Basketball-Meisterschaft hat Alba Berlin ein entscheidendes fünftes Finalspiel gegen die Baskets aus Franken erzwungen. Die Berliner gewannen am Dienstagabend das vierte Duell der Best-of-Five-Serie (drei Siege nötig) gegen den Titelverteidiger mit 87:67 (44:37) und glichen zum 2:2 aus.
Der deutsche Meister wird damit in einem wahren Endspiel am Sonnabend (20.45 Uhr/Sport 1) in Bamberg ermittelt. Wir sind für unsere harte Arbeit belohnt worden. Jetzt haben wir in Bamberg alle Chancen, sagte Albas Nationalspieler Sven Schultze.
Bester Werfer für die Albatrosse, die ihr Chance auf den neunten Titel wahrten, war Derrick Allen mit 18 Zählern. Bei den Gästen, die nun auf ihre beeindruckende Heimstärke bauen, war Kyle Hines mit 16 Punkten am erfolgreichsten.
Im Gegensatz zur herben 74:90-Abfuhr in Spiel drei, als Alba vor allem in der ersten Halbzeit deutlich unterlegen war, hatte Coach Muli Katzurin seine Berliner besser auf den Meister und Pokalsieger eingestellt. Besonders gegen die starke Zonenverteidigung der Gastgeber tat sich Bamberg enorm schwer. Auffallend viele Fehler unter dem Korb und hastige Würfe der Baskets waren die Folge.
Wir haben sehr schlecht agiert gegen die Zone im zweiten Viertel. Da haben wir den Rhythmus verloren. Dann liefen wir hinterher, sagte Bambergs US-amerikanischer Coach Chris Fleming. Sein Team lag zwar im ersten Viertel fast die ganze Zeit in Führung phasenweise sogar mit neun Punkten. Doch im zweiten Abschnitt wendete sich das Blatt.
Die Gäste um Spielmacher John Goldsberry, der nach seiner Sprunggelenksverletzung noch angeschlagen spielte, blieben rund fünfeinhalb Minuten ohne Korberfolg aus dem Feld. Zur Halbzeit hatten sich die Albatrosse einen 44:37-Vorsprung herausgespielt.
Ein Freiwurf von Allen, der in Bamberg mit null Punkten noch maßlos enttäuscht hatte, brachte der Katzurin-Truppe vor 14 118 Fans die erste zweistellige Führung der Partie: Mit 59:49 ging der achtmalige Champion in den Schlussabschnitt. Dort ließen die Gastgeber nichts mehr anbrennen und führten die Baskets phasenweise sogar vor.
