BERLIN - Blamiert, demontiert und gedemütigt – der deutsche Vizemeister Baskets Bonn wurde im Gipfeltreffen der Basketball-Bundesliga buchstäblich aus der Halle gefegt. 14 500 Zuschauer feierten am Ende einer einseitigen Partie einen 83:48 (45:21)-Heimsieg von Tabellenführer Alba Berlin über den Zweiten, der besonders seinem Trainer Michael Koch Rätsel aufgab: „Es fällt mir schwer zu kapieren, was auf dem Parkett passiert ist.“
Während die Albatrosse groß aufspielten, erlebten die Bonner im zweiten Viertel (7:28) den absoluten Tiefpunkt. „Wenn man so motivationslos und inspirationslos auftritt, hat man in Berlin keine Chance. Dabei muss man sich für so ein Spiel doch nicht extra motivieren“, klagte Koch.
Mit einer mannschaftlich geschlossenen Vorstellung und einem überragenden Julius Jenkins (22 Punkte) nutzten die Gastgeber den Top-Hit zur Werbung in eigener Sache und zeigten ihr bestes Saisonspiel. „Wir haben unsere Fans belohnt. Wir haben sehr ruhig, aber voller Energie agiert und über die 40 Minuten nie aufgehört zu spielen“, meinte Alba-Coach Luka Pavicevic.
Dass bei den Bonnern nur der 36-jährige Chris Ensminger zweistellig (14) punktete, spricht Bände. „Wir haben gegen Bremerhaven auch ein Viertel gut gespielt und sind dann komplett eingelaufen“, sagte Koch und erinnerte an das 68:91 während der Woche im BBL-Pokal. Es bleibt viel zu tun für den Europameister des Jahres 1993.
Im Kampf um die Playoff-Plätze landeten die Artland Dragons Quakenbrück gegen die Paderborn Baskets einen souveräner 96:57 (49:27)-Sieg. Schon im ersten Viertel (25:6) machten die Gastgeber klar, wer Herr im Haus ist. Die beiden folgenden Abschnitte waren ausgeglichen, bevor die Dragons in der Endphase wieder dominierten. Beste Werfer der Quakenbrücker waren Toby Bailey (21) und Daren Fenn (16).
Auch die Eisbären Bremerhaven landeten einen Erfolg. Am Sonntag setzten sie sich in der eigenen Halle nach verhaltenem Start noch 82:60 (39:33) gegen die Tigers Tübingen durch. Das erste Viertel verloren die Eisbären 18:21, um dann die Initiative zu übernehmen. Erfolgreichste Punktesammler der gastgebenden Bremerhavener waren Brandon Brooks (17) sowie Jeff Gibbs und Philipp Schwethelm, die beide 13 Punkte holten.
