BERLIN/OLDENBURG -

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BERLIN/OLDENBURG - Die EWE Baskets haben sich gestern Abend ohne ihre Mithilfe für das Playoff-Viertelfinale qualifiziert. Der Oldenburger Basketball-Bundesligist profitierte von der Niederlage des Konkurrenten TBB Trier, der in der Max-Schmeling-Halle mit 106:91 (55:34) bei Alba Berlin unterlag.

Unabhängig von den Resultaten des letzten Spieltags wird das Team von Trainer Don Beck einen Tabellenplatz zwischen fünf und acht belegen. Die Baskets können auch bei einer Niederlage am Ostersonntag (15 Uhr/Ballsporthalle) gegen die Skyliners Frankfurt nicht mehr auf den neunten Rang zurückfallen, was das sofortige Saisonende bedeutet hätte.

Die sehr komplizierte Arithmetik in der Basketball-Bundesliga legt für die Abschlussplatzierung zunächst nicht das Korbverhältnis zu Grunde, sondern den Direktvergleich. Trier hat vor dem letzten Spieltag – ebenso wie Ludwigsburg, Oldenburg und Bonn – ein Punktverhältnis von 30:28. Ludwigsburg und Trier spielen am Sonntag gegeneinander. Der Verlierer dieser Partie weist 30:30 Zähler auf. Unterliegen die EWE Baskets in Frankfurt, wären sie sowohl im Direktvergleich mit Ludwigsburg (+1) als auch Trier (+8) besser. Mit einem Sieg wäre sogar der fünfte Platz noch möglich.

Die gestern wiederholte Partie des 10. Spieltages war am 26. November 2005 wegen der schweren Verletzung von Alba-Kapitän Matej Mamic abgebrochen worden. Der 31-jährige Kroate, der damals mit einer kurzzeitigen Querschnittslähmung sofort ins Berliner Unfallkrankenhaus Marzahn geflogen wurde, erholt sich mittlerweile sehr schnell. Mamic hat neben seiner Rehabilitation im Krankenhaus bereits wieder mit leichtem Individualtraining begonnen. Vor der Partie bekam er von den Gästen aus Trier einen Ball überreicht mit den Worten: „Wir wollen dich zurück auf dem Platz sehen.“

5055 Zuschauer erlebten danach einen deutlichen und ungefährdeten Berliner Sieg. Neben den länger verletzten Mamic und Sascha Leutloff musste Alba zwar auch Luke Whitehead (Knie) und Mike Penberthy (Schambeinentzündung) ersetzen. Trotzdem kamen die Gastgeber nie in Schwierigkeiten, mussten bei einer 8:0-Führung erst nach zweieinhalb Minuten die ersten Punkte hinnehmen und führten bereits in der sechsten Minute

zweistellig (21:11). Nur zahlreiche Unkonzentriertheiten verhinderten in der Schlussphase einen höheren Sieg der Berliner, bei denen Hollis Price (23) erfolgreichster Werfer war. Für Trier traf Jermaine Dearman (23) am besten.