BREMERHAVEN - Trotz angespannter Personalsituation hält sich der Bremerhavener Eishockey-Zweitligist Fischtown Pinguins in dieser Saison in der Spitzengruppe. Nach 27 Spielen belegt das Team des schwedischen Trainers Gunnar Leidborg in der 13 Mannschaften starken Liga den dritten Rang (46 Punkte). Souveräner Tabellenführer sind die Landhut Cannibals (56).
„Wir hatten in der ersten Phase der Saison zeitweise bis zu sieben verletzte Spieler“, sagt Teammanager Alfred Prey. „Ohne diese Ausfälle wären wir sicherer Zweiter hinter Landshut. Die Mannschaft hat das Verletzungspech zwar gut weggesteckt, so langsam kommt sie aber an die Grenzen ihrer Kräfte.“ So habe das Team zwischen Mitte Dezember und Anfang Januar innerhalb von 24 Tagen zehn Spiele zu bestreiten. Prey: „Das ist ein hartes Programm.“
Gespielt wird eine Doppelrunde mit 52 Spieltagen. Im Anschluss daran ermitteln die besten acht Teams in Playoffs den Zweitliga-Meister, der wegen des geschlossenen Charakters der DEL allerdings nicht ins Oberhaus aufsteigen darf – ein Punkt, über den die DEL und die Zweite Liga schon seit Jahren streiten.
Dass die Bremerhavener weniger durch gute Individualisten sondern als Kollektiv stark sind, verdeutlicht ein Blick auf die Scorer-Liste der Liga. Der am höchsten platzierte Akteur des Tabellendritten ist Jan Kopecky auf Platz 9 (11 Tore/22 Vorlagen/33 Punkte). Bester Scorer der Liga ist der wie Kopecky aus Tschechien stammende Lugor Dibelka vom SC Riessersee (20/25/45).
Die guten Leistungen auf dem Eis spiegeln sich bei den Bremerhavenern auch im Zuschauerschnitt wider. Pro Partie kommen laut Prey rund 2800 Besucher in die neue, im Frühjahr eröffnete Eisarena direkt neben der Stadthalle und dem alten Eisstadion. „In der vergangenen Saison hatten wir im alten Stadion einen Schnitt von 1800 Besuchern. Ein Zuwachs um 1000 Zuschauer pro Spiel – das ist doch etwas“, sagt der Teammanager.
An diesem Freitag wird es rund um das Stadion allerdings eng. Denn wenn die Pinguine um 20 Uhr gegen Bietigheim spielen, trifft nahezu zeitgleich (19.30 Uhr) der Basketball-Bundesligist Eisbären Bremerhaven in der Stadthalle auf die Baskets Würzburg. An den Stadthäusern und im Gebiet Reuterhamm werden daher zusätzliche Parkplätze angeboten.
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