DALLAS - Dirk Nowitzki läuft die Zeit davon. Wenn an diesem Dienstag in den USA die neue Basketballsaison startet, geht er einmal mehr auf die Jagd nach der Erfüllung seines Jugendtraumes. „Ich will unbedingt den NBA-Titel gewinnen. Nach dem verkorksten Jahr macht es jetzt mit einem neuen Trainer wieder Spaß. Ich glaube, wir können eine gute Rolle spielen“, sagte Nowitzki, dessen Ambitionen allerdings von den Experten kaum geteilt werden. Statt Dallas Mavericks sehen die meisten von ihnen die Los Angeles Lakers und Boston Celtics vorne.
Nach dem erneuten Erstrunden-Aus in den Play-Offs hatte Nowitzki Veränderungen bei den „Mavs“ gefordert. Namhafte Neuverpflichtungen auf dem Feld blieben jedoch aus, stattdessen kam mit Rick Carlisle ein neuer Coach. Der 48-Jährige ist ein Fan des offensiven Tempo-Basketballs. Doch das neue System haben die Mavericks noch lange nicht verinnerlicht.
„Wir haben noch einige Trainingstage vor uns und die werden die schlimmsten. Aber wir wissen jetzt auch, dass wir in der Offensive und Defensive noch einiges zu tun haben“, betonte Nowitzki. Entscheidend für denErfolg von Carlisles Philosophie ist Jason Kidd. Der 35-Jährige ist für Speed und Spielzüge verantwortlich. „Wir haben uns eingespielt. Die Jungs wissen jetzt, wie und wohin ich passe“, sagte Kidd, der seine Offensiv-Qualitäten unter Avery Johnson jedoch nie entfalten konnte. Doch trotz mehr Dynamik wird Dallas als überaltert eingestuft.
Noch drei Jahre läuft der Vertrag von Nowitzki bei den Dallas Mavericks. Danach kann er sich gut vorstellen, seine Karriere in Europa ausklingen zu lassen. „Wenn ich für diese Liga hier nicht mehr schnell genug bin, aber trotzdem noch Spaß am Basketball habe, kann ich durchaus noch einmal nach Europa gehen, weil die Spieler dort nicht ganz so athletisch sind und ich noch gut mitspielen kann“, sagte Nowitzki, der die Zukunft in der Nationalmannschaft aber offen ließ.
