DENVER - DENVER/DPA - Dirk Nowitzki glänzte beim Stelldichein der NBA-Superstars. Doch auch mit seiner starken Vorstellung bei seinem 21-minütigen Auftritt konnte der deutsche Basketball-Nationalspieler im traditionellen Allstar-Spiel die erste Niederlage für die West-Auswahl seit 2001 nicht verhindern. Angeführt vom erneut zum wichtigsten Spieler (MVP) gekürten Allan Iverson gewann die Ost-Mannschaft in Denver mit 125:115 und führt nach 54 Vergleichen nun mit 34:20 Siegen.

Während der 162-Kilo-Koloss Shaquille O'Neal von den Miami Heat (Eastern Conference) bereits vor dem Match die 18 227 Zuschauer im ausverkaufen Pepsi-Center von Denver mit Tanz- und Showeinlagen verzückte, musste Nowitzki von den Dallas Mavericks erst einmal auf der Bank Platz nehmen. So hatten es die Fans bei der Wahl der Startformation entschieden und nicht Western-Coach Gregg Popovich.

Nach sieben Minuten war es aber soweit: Der drittbeste Scorer in der stärksten Liga der Welt kam für Kobe Bryant, Superstar der Los Angeles Lakers. In seinen 21 Minuten auf dem Parkett erzielte Nowitzki, der mit seinem vierten Allstar-Einsatz auch Landsmann Detlef Schrempf überflügelte, zehn Punkte, holte sieben Rebounds und gab zwei Vorlagen.

Keiner der insgesamt 24 eingesetzten Spieler kam in Denver über 20 Punkte – das gab es seit 1981 nicht mehr. Bester Werfer war Seattle-SuperSonics-Spieler Ray Allen mit 17 Punkten von der West-Auswahl. Beim Gewinner-Team erwiesen sich der beste NBA-Schütze Iverson (Philadelphia 76ers) und Jermaine O'Neal (Indiana Pacers) mit jeweils 15 Punkten am treffsichersten. Betreut wurde die Ost-Auswahl von Coach Stan van Gundy (Miami Heat).

Shaquille O'Neal kam auf zwölf Punkte. Doch sorgte „Shaq-Attack“ vor allem durch seine Albereien für Begeisterung bei den Besuchern. Funkstille herrschte dagegen, sobald sein Erzfeind und Ex-Teamkollege Kobe Bryant in die Nähe des Hünen kam. Die beiden Superstars würdigten sich bei der Vorstellung der Spieler keines Blickes.