Oldenburg - Vier Mannschaften kämpfen an diesem Wochenende in Oldenburg um den deutschen Basketball-Pokal. Ein Überblick über die Teilnehmer des Finalturniers:
. Alba Berlin: Der Titelverteidiger aus der Hauptstadt ist der populärste und mitgliederstärkste Basketballverein Deutschlands. Der Gesamtetat des Clubs beträgt rund zehn Millionen Euro. Jeweils acht Meisterschaften und Pokalsiege feierten die Berliner in ihrer Geschichte, in dieser Saison könnten zwei weitere nationale Titel hinzukommen. Der Liga-Zweite spielt auf konstant hohem Niveau und verfügt in Jamel McLean und Alex Renfroe über exzellente Einzelkönner. Jedoch ächzt das Team des impulsiven Trainers Sasa Obradovic unter der Mehrfach-Belastung durch den Europapokal.
. Baskets Bamberg: Der Dauer-Meister zwischen 2010 und 2013 entschied sich nach der enttäuschenden Vorsaison (Aus im Playoff-Viertelfinale) zu einem Total-Umbruch. Die finanzstarken Franken (Etat: rund zwölf Millionen Euro) stellten eine fast komplette neue Mannschaft auf die Beine, auf dem Trainerposten trat der Italiener Andrea Trinchieri die Nachfolge von Chris Fleming an. Der emotionale Trinchieri setzt auf knallharte Defensive – mit Erfolg: Nach anfänglichen Problemen kam das Team um Star-Aufbauspieler Bradley Wannamaker zuletzt mächtig ins Rollen und setzte sich mit acht Siegen in Folge an die Liga-Spitze.
. Baskets Bonn: Fünfmal Vizemeister, dreimal Vize-Pokalsieger: Den Bonnern haftet das Image des „ewigen Zweiten“ an. Auch in Oldenburg gehen die Rheinländer, die mit rund fünf Millionen Euro über den kleinsten Etat aller vier Teilnehmer verfügen, als Außenseiter ins Rennen um den Titel. Unterschätzen sollte man den Liga-Fünften jedoch nicht: Coach Mathias Fischer hat ein kampfstarkes Kollektiv geformt, das jedem Gegner Probleme bereiten kann.
. Baskets Oldenburg: Der Gastgeber will vor eigenem Publikum unbedingt den Pokal in die Höhe recken. Am Mittwoch schwor Baskets-Chef Hermann Schüller die Mannschaft um Kapitän Rickey Paulding bei einem gemeinsamen Mittagessen noch einmal auf das große Ziel ein. Ob es was nützt, bleibt fraglich. Die Oldenburger kämpfen mit vielen Problemen, die auch nach dem Trainerwechsel von Sebastian Machowski zu Mladen Drijencic noch nicht behoben sind. Potenzial ist auf jeden Fall genug vorhanden: Das hat der Liga-Siebte auch in dieser Saison mit Siegen gegen Bamberg und Berlin bereits bewiesen.
