Braunschweig/Oldenburg - Viel schöner hätte sich Sebastian Machowski die Rückkehr zu seinem Ex-Club nicht ausmalen können: Vor dem Spiel bei den Phantoms Braunschweig gab es für ihn warmen Applaus von den Rängen, hinterher durfte sich der Coach der EWE Baskets über einen Sieg seiner aktuellen Mannschaft freuen.

Mit einem hart erkämpften 78:74 (37:33) setzten sich die Oldenburger am Mittwochabend im Nachholspiel der Basketball-Bundesliga beim Niedersachsenrivalen durch und festigten mit dem dritten Erfolg in Serie den zweiten Tabellenplatz. „Ich bin sehr zufrieden“, sagte Machowski: „Wir haben hier bei einem Team, das im Abstiegskampf steckt und dennoch über viel Qualität verfügt, bestanden.“

Die Baskets, für die Chris Kramer mit 24 Punkten überragender Akteur auf dem Parkett war, beendeten überdies auch die schwarze Serie in Braunschweig, zuvor gingen dort die letzten fünf Spiele allesamt verloren. Die Phantoms, bei denen Machowski vor seinem Wechsel nach Oldenburg im Sommer 2012 drei Jahre tätig war, verpassten hingegen einen Befreiungsschlag im Kampf um den Klassenerhalt und liegen nun nur noch einen Rang vor dem ersten Abstiegslatz.

„Ich musste mich schon etwas konzentrieren, damit ich mich nicht auf die falsche Bank setzte“, gab Machowski seine leichte Verwirrung vor dem ersten Spiel an alter Wirkungsstätte lächelnd zu. Nachdem die Partie gestartet war, präsentierte sich seine Mannschaft zunächst ähnlich orientierungslos. Vor 2356 Zuschauern erwischten die Baskets einen kapitalen Fehlstart. Bereits nach drei Minuten sah sich Machowski beim Stand von 0:8 gezwungen, die erste Auszeit zu nehmen. Besserung trat zunächst nicht ein. Braunschweig lief heiß, traf fünf seiner ersten sechs Dreier und baute den Vorsprung auf 13 Punkte aus (23:10, 8. Minute). Dank eines 10:0-Laufs arbeiteten sich die Gäste aber wieder heran, mit einem 20:25 ging es ins zweite Viertel.

Dort verschliefen die Oldenburger abermals den Auftakt, die bissigeren Phantoms setzen sich rasch auf 31:20 ab (14.). Es dauerte geschlagene fünf Minuten, ehe Dru Joyce per Dreier die ersten Baskets-Punkte in diesem Abschnitt erzielte. Dies war gleichzeitig das Signal zu einer fulminanten Aufholjagd, die nach 14 weiteren Zählern in Folge in einer 37:33-Pausenführung mündete. „Das war die Grundlage für den Sieg“, erkannte Machowski.

Seine Schützlinge kontrollierten fortan die Partie: Mit der gewohnt guten Abwehrarbeit nahmen sie den Hausherren den Rhythmus und hielten den Kontrahenten so bis zum Ende des dritten Abschnitts auf Distanz (58:50).

Als Robin Smeulders fünf Minuten vor Schluss auf 67:52 erhöht hatte, schien die Vorentscheidung bereits gefallen. Doch Braunschweig gab sich nicht geschlagen, bei 71:67 (38.) hieß es noch einmal Zittern für die Baskets – am Ende retteten die Gäste den Vorsprung aber ins Ziel.