Neu-Ulm/Oldenburg - Ein Großer bleibt auf der Strecke: Wenn am 11. und 12. April in der großen EWE-Arena in Oldenburg das Finalturnier um den deutschen Basketball-Pokal stattfindet, wird entweder Alba Berlin oder Bayern München das Geschehen nur aus der Ferne beobachten können. Titelverteidiger Alba und der deutsche Meister aus München treffen nämlich bereits in der Qualifikationsrunde aufeinander. Das ergab die Auslosung durch Bundestrainer Chris Fleming am Sonnabend beim Allstar-Day in Neu-Ulm. Zudem spielen die Baskets Bonn und der starke Aufsteiger BG Göttingen gegeneinander, RP Ulm trifft auf die Baskets Bamberg.
Die Qualifikationsspiele sind für den 18. Februar angesetzt, die drei Sieger qualifizieren sich für das Top Four in Oldenburg. Die EWE Baskets sind als Gastgeber automatisch für das Turnier am Wochenende nach Ostern gesetzt. Im vergangenen Jahr hatte sich Alba im Finale gegen Ulm den Titel gesichert.
Die Berliner, die in der Liga zurzeit souverän vorneweg marschieren, freuen sich auf eine volle Halle und ein weiteres interessantes Duell mit dem großen Rivalen, gegen den man in der abgelaufenen Saison das Playoff-Finale verloren hatte. „Wir wollen wieder zum Top Four“, sagte Geschäftsführer Marco Baldi.
In München dürfte das Händchen von Losfee Fleming dagegen keine Freude ausgelöst haben. Nach dem vorzeitigen Scheitern in der Euroleague droht den Bayern nun auch im nationalen Pokal das Aus. Auch in der Bundesliga hinkt der amtierende Meister den Erwartungen hinterher und belegt zurzeit nur Rang drei.
Zudem muss die Mannschaft von Trainer Svetislav Pesic einen weiteren verletzungsbedingten Ausfall verkraften. Aufbauspieler Bo McCalebb zog sich in der Eurocup-Partie gegen Dijon am Mittwoch (93:84) einen Bänderriss am Daumen zu und fällt für mehrere Wochen aus. Ob der Amerikaner mit mazedonischem Pass damit überhaupt noch einmal für die Bayern auflaufen wird, ist unklar. Der Vertrag des im November 2014 nachverpflichteten Point Guard war zum Jahreswechsel nur bis Ende Januar verlängert worden.
