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NWZonline.de Sport Basketball

Basketballmeister München: Ein Titel für Uli Hoeneß

21.06.2014

Berlin /München Die rauschende Meisterparty war schon in vollem Gang, der teure Anzug mit Sekt und Bier durchtränkt, da dachte Svetislav Pesic an den Vater des Erfolgs. „Schöne Grüße an unseren lieben Uli Hoeneß, seine Frau und die komplette Familie“, sagte der Trainer von Bayern München nach dem Gewinn der deutschen Meisterschaft in der Basketball-Bundesliga.

Erstmals seit 1955 krönten sich die Bayern nach dem überzeugenden 3:1 in der BBL-Finalserie gegen Alba Berlin am Mittwochabend wieder zum Champion - und Hoeneß“ entscheidenden Anteil daran hat niemand vergessen. „Uli Hoeneß ist sehr wichtig für das gesamte Basketball-Konzept in der Region“, sagte Pesic: „Er hat mit seinem Präsidium den Basketball in München etabliert - und mit der gewonnenen Meisterschaft sind jetzt alle noch motivierter.“

Nach dem Antritt seiner Haftstrafe wegen Steuerhinterziehung konnte der ehemalige Klubpräsident beim bislang größten Erfolg der neuen Ära natürlich nicht dabei sein, doch die Basketballer waren ihm ganz nah. „Wir widmen ihm diesen Titel“, sagte Geschäftsführer Marko Pesic nach dem 75:62 (33:30) bei Pokalsieger Berlin. Und die Fans stimmten im Freudentaumel „Uli Hoeneß“-Sprechchöre an.

Hoeneß“ Engagement war es zu verdanken, dass der Klub vor drei Jahren den Aufstieg in die Bundesliga schaffte. Die Bayern investierten viel Geld, stellten sich personell hervorragend auf und wurden dafür nach einer langen Durststrecke nun erstmals mit einem Titel belohnt. „Das ist ein großer Erfolg, wir wollen so weitermachen und es am besten auch nächstes Jahr schaffen“, sagte Pesic.

Die Bayern holten ihren dritten Meistertitel ausgerechnet in Berlin. An dem Ort, an dem gut die Hälfte des Münchner Personals in der Vergangenheit bei Alba unter Vertrag stand. Eine öffentlich ausgetragene Schlammschlacht zwischen beiden Klubs hatte die Stimmung zwischen beiden Lagern in den vergangenen Tagen zusätzlich angeheizt.

Die Berliner Fans deckten ihre alten Helden in den roten Trikots mit gellenden Pfeifkonzerten und Buhrufen ein. Selbst Klublegende Pesic und Ex-Publikumsliebling Heiko Schaffartzik wurden gnadenlos ausgepfiffen. „Ich bin natürlich enttäuscht, wenn die Pfiffe von Leuten kommen, die ich eigentlich liebe, Ich erinnere mich gerne an die Zeit bei Alba zurück“, sagte Pesic, der die Hauptstädter einst zu vier Meisterschaften und drei Pokalsiegen geführt hatte: „Aber wir sind bei Bayern und müssen uns daran gewöhnen.“

Doch spätestens, als sich das Team um Final-MVP Malcolm Delaney in die lange Partynacht stürzte, war das vergessen. „Wir haben in den nächsten sechs Wochen kein Training, das werden jetzt schöne Tage“, sagte Kapitän Steffen Hamann. Das Team feierte zunächst bis in den Morgen mit reichlich Alkohol in einem Club am Alexanderplatz. Der Partymarathon wurde in München fortgesetzt und endete erst am Freitagmorgen.

Glückwünsche gab es auch aus Brasilien. Bastian Schweinsteiger, großer Fan der Basketballer, sendete via Facebook ein Foto, auf dem er gemeinsam mit seinen Teamkollegen Mario Götze, Thomas Müller, Lukas Podolski und Philipp Lahm gratuliert. „Ganz starke Leistung, Jungs“, schrieb Schweinsteiger. Dazu hielten die Fußballer ein T-Shirt mit einem Foto von Pesic in die Kamera.

Sollten die Münchner den eingeschlagenen Weg weitergehen, wird es in der kommenden Jahren wohl noch viele Titelfeiern geben. Die Konkurrenz um den entthronten Serienmeister Brose Baskets Bamberg muss sich jedenfalls kräftig strecken. Auch im internationalen Wettbewerb peilt der FCB nach dem Erreichen der Runde der Top 16 in der Euroleague noch mehr Erfolge an. „Es gab in dieser Saison viel Druck von außen. Das hat uns stärker gemacht und wird uns auch weiter stark machen“, betonte Marko Pesic.

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