Quakenbrück - Die Eisbären Bremerhaven haben zum Rückrundenauftakt in der Basketball-Bundesliga für eine Überraschung gesorgt. Das Team von Trainer Doug Spradley gewann das Nordderby bei den Artland Dragons Quakenbrück deutlich mit 96:80.

Vor 3000 Zuschauern in der Artland-Arena bestachen die Gäste durch ihre mannschaftliche Geschlossenheit. Gleich sieben Spieler punkteten zweistellig, erfolgreichster Bremerhavener Korbjäger war Nationalspieler Philip Zwiener mit 18 Punkten. Die Eisbären, die beim in Bremen ausgetragenen Hinspiel vor zwei Wochen noch chancenlos waren (51:73), dominierten von Beginn an das Spielgeschehen. „Das war eine super Leistung meiner Mannschaft, die mich sehr stolz macht“, sagte Spradley.

Derweil ist der FC Bayern weiter nicht zu stoppen. Das Team von Trainer Svetislav Pesic gewann am Sonntag mit 84:72 gegen BBC Bayreuth und baute seine Erfolgsserie auf sieben Siege auf – die Münchner sind nun Dritter.

Souveräner Spitzenreiter bleiben die Baskets Bamberg. Der Double-Sieger feierte beim 103:73-Erfolg gegen die Tigers Tübingen den sechsten Ligasieg nacheinander.

Im unteren Tabellendrittel sorgt unterdessen der drohende Lizenzentzug für Schlusslicht Gießen 46ers und die damit verbundene Abstiegsregelung für Aufregung. Erst jetzt haben die Clubs realisiert, dass es auch im Falle einer Insolvenz der Mittelhessen, die bis Ende Januar 150 000 Euro auftreiben müssen, zwei sportliche Absteiger gibt.

„Wir hatten eigentlich so geplant, dass wir als 16. in der Klasse bleiben“, sagte etwa Martin Geissler, Geschäftsführer des Mitteldeutschen BC. Der feierte am Sonnabend mit dem 73:65 gegen die Skyliners Frankfurt seinen fünften Heimsieg in Serie.

Ob Gießen (4:28) finanziell überlebt und die Saison zu Ende spielt, entscheidet sich voraussichtlich in den nächsten drei Wochen. Sollte die Mannschaft während der Hauptrunde zurückgezogen werden, würden alle Spiele gestrichen und der Club nicht mehr in der Tabelle geführt. Wie bereits vor der Saison 2009/10 festgelegt, steigen dennoch der Letzte und Vorletzte der dann nur noch 17 Vereine umfassenden Rangliste ab.