Der zweite Platz bei der Europameisterschaft ist für die deutschen Basketballer eine unerwartete Chance, dieser attraktiven Sportart eine angemessene Plattform zu schaffen. Über zwei Millionen Fernsehzuschauer haben am Sonntag den zweitgrößten Erfolg einer deutschen Mannschaft im DSF verfolgt. Von Dirk Nowitzkis Strahlkraft profitierte dabei nicht nur das Team, sondern auch der Privatsender. Die Liga wird indes gegen Gebühr nur einem überschaubaren Abonnentenkreis angeboten.
Der Deutsche Basketball-Bund (DBB) und die Basketball-Bundesliga (BBL) haben angekündigt, den Schub diesmal ausnutzen zu wollen. Schon Mitte Oktober sollen Maßnahmen für eine bessere Zukunft vorgestellt werden. Der große Erfolg bei der EM in Serbien und Montenegro darf indes kein Blendwerk sein. Zu einer stärkeren Identifikation der Fans und der Wirtschaft mit dem deutschen Basketball trägt vor allem eine anspruchsvolle Präsentation zu festen Terminen im frei empfangbaren Fernsehen bei.
