Dallas/Frankfurt - Schluss, aus, vorbei! Das Dallas-Desaster ist perfekt. Erstmals seit 13 Jahren finden die Playoffs in der weltbesten Basketball-Liga NBA ohne die Mavericks und Dirk Nowitzki statt. Nur zwei Jahre nach der umjubelten Meisterschaft sind die Texaner am Tiefpunkt angelangt – und stehen vor einem langen und richtungsweisenden Sommer.
Mit einem Handtuch über dem Kopf und versteinerter Miene verfolgte Nowitzki am Mittwoch (Ortszeit) auf der Bank die letzten Sekunden der 91:102-Niederlage gegen die Phoenix Suns. Da kurz danach die Los Angeles Lakers bei den Portland Trail Blazers mit 113:106 gewannen, haben die Mavs keine Chance mehr auf die Playoffs. „Das war einfach eine schreckliche, enttäuschende Niederlage“, sagte der 34-Jährige.
Trotz Knöchelproblemen spielte Nowitzki von Beginn an und war mit 21 Punkten hinter Shawn Marion (22) zweitbester Werfer. Doch wie so häufig in dieser verkorksten Spielzeit agierte das Team von Trainer Rick Carlisle zu schwankend und kassierte eine verdiente Niederlage. „Wir alle haben heute die Leistung nicht gebracht“, sagte Carlisle zerknirscht.
Nowitzki nahm das endgültige Playoff-Aus dagegen fast gleichgültig zur Kenntnis. „Es ist ja nicht so, dass unsere Hoffnungen heute zerschmettert wurden. Es sah ja schon seit zwei, drei Wochen nicht gut aus“, meinte der Superstar, der die schwerste Saison seit seinem Wechsel in die USA (1998/99) durchlebte. Eine Knieverletzung setzte ihn die ersten 27 Spiele außer Gefecht. Es kann also nur besser werden für den Würzburger, der jetzt viel Zeit mit seiner schwangeren Frau Jessica verbringen kann.
Doch zunächst will Nowitzki die Saison anständig zu Ende spielen. „Ich werde bei den letzten vier Partien versuchen, die Saison mit einer positiven Bilanz zu beenden“, sagte der Blondschopf. Danach hofft er auf positive Nachrichten vom Transfermarkt, der am 1. Juli öffnet. „Wir brauchen ein paar Jungs, die uns wieder unter die vier besten Teams im Westen bringen können.“
