FRANKFURT - Basketball-Bundesligist Brose Baskets Bamberg hat nach einer 18-jährigen Durststrecke zum zweiten Mal den Pokal in der Basketball-Bundesliga (BBL) gewonnen. Die Franken setzten sich im Finale des Top-Four-Turniers knapp mit 76:75 (43:32) gegen Gastgeber Skyliners Frankfurt durch.

Vor 5200 Zuschauern in der ausverkauften Ballsporthalle war Predrag Suput (26 Punkte) letztlich der Matchwinner der Bamberger. „Predrag ist der beste Akteur der Liga“, sagte Bambergs Aufbauspieler Anton Gavel: „Ohne ihn hätten wir das heute nicht geschafft.“

Gleich zu Beginn brannten die Bamberger ein spielerisches Feuerwerk ab und lagen nach sieben Minuten mit 20:7 in Führung. Die Skyliners kamen erst im zweiten Viertel besser in Schwung. Zeitweise konnten die Hessen ihren Rückstand auf vier Punkte verkürzen. Doch in den entscheidenden Phasen hatten die Gäste ihre Nerven besser im Griff.

In der Endphase wurde es dann jedoch noch einmal sehr spannend. Das Team von Trainer Murat Didin hatte sich nicht aufgegeben und verkürzte 0,7 Sekunden vor Schluss noch einmal auf einen Zähler. Die Bamberger wankten nun, brachten den Sieg aber über die Zeit.

Bamberg-Coach Chris Fleming erhofft sich durch den Pokalsieg einen Motivationsschub für die Playoffs: „Der Titel gibt dem Team Schwung.“ Frankfurts Pascal Roller hingegen konnte mit der gebotenen Leistung nicht zufrieden sein. „Das ist ein enttäuschender zweiter Platz. Wir hätten den Pokal gerne in eigener Halle geholt“, bilanzierte der frühere Nationalspieler.

Platz drei hatten sich zuvor die Eisbären Bremerhaven durch ein klares 90:65 (52:39) im kleinen Finale gegen die BG Göttingen gesichert. In einem von Beginn an einseitigen Spiel war Torrell Martin (24 Punkte) für die Eisbären der erfolgreichste Werfer. Für Göttingen traf Antoine Jordan (11) am besten.

Bereits im Halbfinale hatte Bamberg beim überraschend klaren 71: 59 (39:29) gegen die Göttinger überzeugt. Die Gastgeber aus Frankfurt hatten sich dagegen nur knapp mit 61:59 (32:35) gegen Bremerhaven durchgesetzt.

Der Pokalwettbewerb wurde in diesem Jahr erstmals nach einem neuen Modus ausgetragen. Im Rennen um die Teilnahme an der Pokal-Endrunde hatten die besten sechs Mannschaften der Bundesliga-Hinrunde in K.o.-Spielen drei der vier Final-Four-Teilnehmer ermittelt. Frankfurt war als Ausrichter automatisch qualifiziert. „Das Turnier gibt und recht. Die Halle war voll, die Spiele spannend, wir sind sehr zufrieden“, erklärte der zufriedene BBL-Präsident Thomas Braumann.