FRANKFURT - Die Basketballer von Alba Berlin haben ihren vierten Tabellenplatz in der Bundesliga gefestigt. In einer bis zur letzten Sekunde packenden Partie setzte sich der Rekordmeister 92:91 bei den Baskets Bonn durch. Den Spitzenplatz behauptet hat Meister Baskets Bamberg (88:79 bei den Phantoms Braunschweig). Auch die Verfolger RP Ulm (74:52 gegen BBC Bayreuth) und Artland Dragons Quakenbrück (95:85 bei Phoenix Hagen) festigten ihre Positionen.
Für uns war es gut, endlich wieder gewonnen zu haben, sagte Alba-Coach Gordon Herbert. Nach zuletzt drei Pleiten landete der achtfache Meister den ersten Auswärtssieg seit sieben Wochen. Wir haben alle Energie frei gemacht. Es war ein Sieg des Willens, lobte Sportdirektor Mithat Demirel.
1,7 Sekunden vor Schluss zog DaShaun Wood zum Korb und sorgte für die Entscheidung. Am Ende wollten wir genau diesen Spielzug spielen, den hat Wood schon vergangene Saison in Frankfurt gezeigt, meinte Herbert, der ebenfalls aus Frankfurt an die Spree gekommen war.
Spielmacher Wood war Matchwinner und mit 19 Punkten zusammen mit Kyle Weaver bester Alba-Werfer. Für DaShaun freut es mich besonders. Er hat zuletzt sehr mit sich gehadert, aber immer hart trainiert, sagte Demirel.
Bambergs Trainer Chris Fleming war trotz des Sieges nicht zufrieden: Wir können sehr froh sein, dass wir gewonnen haben. Wir haben offensiv gut gearbeitet und haben gute Würfe bekommen. Defensiv sind wir jedoch nicht überzeugend genug gewesen. Bambergs Erfolgsgaranten gegen den Tabellenfünften waren Anton Gavel (17) und Anthony Tucker (16).
Gedämpft war die Freude bei Quakenbrücks Trainer Stefan Koch nach dem 95:85-Sieg in Hagen. Wir haben gut begonnen, aber dann einen entscheidenden Fehler gemacht: Wir haben zu schlecht von Offensive auf Defensive umgeschaltet. Das darf man gegen Hagen nicht tun. So sind sie wieder ins Spiel gekommen. Die Partie war relativ lange offen, meinte Koch,. Sein Team erwartet diesen Sonnabend (14.50 Uhr/Sport 1) die Baskets Oldenburg, deren Spiel gegen Bremerhaven verlegt worden war. Beste Werfer der Dragons waren David Holston (28) sowie Nathan Peavy und Anthony King (je 20).
Derweil verurteilte das Basketball Arbitral Tribunal (BAT) Alba zu einer Zahlung von 85 000 Dollar (64 757 Euro) an seinen ehemaligen Spieler Hollis Price. Price war im Jahr 2011 von den Berlinern fristlos entlassen worden, da er nach Aussagen des Clubs das Training geschwänzt hat. Dieser Darstellung widersprach der Spieler. Zusammen mit Prozesskosten und Auslagen ergeben sich für Alba Kosten von gut 82 000 Euro.
