FRANKFURT - Die Brose Baskets Bamberg haben ihren ersten Matchball zum Gewinn ihrer dritten Basketball-Meisterschaft und des ersten Doubles der Vereinsgeschichte vergeben. Der Pokalsieger verlor am Dienstagabend das vierte Playoff-Finalspiel bei den Skyliners Frankfurt mit 56:69 (30:35) und musste in der Serie den Ausgleich zum 2:2 hinnehmen. Damit fällt die Entscheidung im Titelrennen in Bamberg an diesem Donnerstag (19.55 Uhr/Sport 1).
Casey Jacobsen (14 Punkte) und Brian Roberts (13) als bester Werfer der Bamberger konnten die Niederlage vor 5002 Zuschauern in der ausverkauften Ballsporthalle nicht verhindern. Die Skyliners, bei denen Derrick Allen (19) und Jimmy McKinney (11) herausragten, feierten zwei Tage nach dem 52:97-Debakel in Bamberg eine Wiederauferstehung und bestanden nach der höchsten Playoff-Pleite der Clubgeschichte den Charaktertest.
Die Gastgeber begannen wesentlich treffsicherer als noch knapp 53 Stunden zuvor und lagen nach 13 Minuten mit 26:18 in Führung. Die Lücken in der diesmal nicht so sattelfesten Bamberger Deckung wussten die Hessen insbesondere durch McKinney zu nutzen. Die Franken indes erlaubten sich im Angriff etliche Fehlwürfe. Doch angetrieben von rund 600 mitgereisten Fans kam das Gäste-Team von Erfolgstrainer Chris Fleming zum Ausgleich (28:28/16.).
Im dritten Viertel stellten die Skyliners die Weichen aber auf Sieg, als sie den Vorsprung erstmals auf 14 Punkte (53:39/29.) ausbauten.
In Bamberg hatten sich die Frankfurter zwei Tage zuvor noch bis auf die Knochen blamiert. Eine Erklärung für das Debakel hatte niemand gefunden. Doch nicht zuletzt Fleming hatte vor allzu großer Euphorie gewarnt und sein Team vor der vierten Finalpartie zur Konzentration aufgerufen – offenbar aber ohne Erfolg. Die Skyliners hatten nach ihrem Auswärtssieg in Bamberg (65:63) zum Auftakt der Serie zunächst nicht mehr zu ihrer Form gefunden und die darauffolgenden Begegnungen zuhause (68:77) und am vergangenen Sonntag auswärts (52:97) verloren.
