FRANKFURT - Nach dem Festtag auf der europäischen Basketball-Bühne hat sich Alba Berlin auch im grauen Bundesliga-Alltag keine Blöße gegeben. Drei Tage nach dem Einzug in die Eurocup-Endrunde erfüllte der achtmalige deutsche Meister mit dem 79:73-Sieg in einer engen Partie seine Pflichtaufgabe bei Abstiegskandidat Giants Düsseldorf. Dadurch verteidigten die Berliner den ersten Tabellenplatz. „Wir kämpfen für die bestmögliche Playoff-Position und wollen uns damit für eine lange und harte Saison belohnen“, sagte Berlins Trainer Luka Pavicevic.
Alba durfte sich gleich doppelt freuen, denn Verfolger Baskets Oldenburg patzte am Sonnabend bei den Artland Dragons mit 52:66 (siehe Seite 10). Die Eisbären Bremerhaven feierten einen 76:74-Sieg gegen die Skyliners Frankfurt, die Baskets Bamberg bezwangen EnBW Ludwigsburg mit 73:72. Weiterhin auf Playoff-Kurs befindet sich auch die BG Göttingen, die Phoenix Hagen mit 76:69 bezwang. Weiterhin hoffen dürfen zudem die Phantoms Braunschweig nach dem 74:66-Sieg über den MBC Weißenfels.
Im Abstiegskampf landeten die Gießen 46ers durch einen Korbleger von Lorenzo Williams kurz vor Ertönen der Schlusssirene einen wichtigen 70:68-Erfolg gegen die Tigers Tübingen. Auch Trier verschaffte sich durch das 89:74 über Ulm wieder etwas Luft.
Berlin musste in Düsseldorf erneut ohne Kapitän Julius Jenkins (Gehirnerschütterung) und Jurica Golemac (Handbruch) auskommen. Dafür sprangen Derrick Byars mit 18 Punkten und Rashad Wright mit 17 Zählern beim 23. Sieg im 30. Saisonspiel als treffsicherste Schützen in die Bresche. Für Düsseldorf war Brendan Winters mit 20 Punkten bester Werfer.
Der Tabellenvierte aus Bremerhaven (49 Punkte) dominierte im Top-Spiel gegen Frankfurt (48) drei Viertel nach Belieben, geriet dann aber noch in Schwierigkeiten. Torrell Martin (17) für die Eisbären und Derrick Allen (22) bei den Gästen waren die treffsichersten Spieler. „Ich bin sehr froh, dass wir dieses Spiel gewonnen haben, aber ich bin nicht zufrieden mit dem letzten Viertel. Man hat gemerkt, dass wir nervös waren und Angst hatten, dieses wichtige Spiel zu verlieren“, sagte Eisbären-Coach Douglas Spradley.
Bamberg drehte in Ludwigsburg nach einem 48:60-Rückstand dank eines starken Schlussviertels eine schon verloren geglaubte Partie. „Ich möchte meinen Spielern gratulieren, die Charakter bewiesen haben“, meinte Trainer Chris Fleming.
Und auch Göttingen, das am 14. April nächster Gegner der Baskets Oldenburg sein wird, wurde seiner Favoritenrolle gerecht. Allerdings tat sich die Mannschaft gegen den Aufsteiger lange schwer, bei dem Chase Griffin (20 Punkte) am besten traf. Bei Göttingen waren Taylor Rochestie (20), Chris Oliver (18) und Jason Boone (17) die besten Werfer.
Braunschweig überholte durch den Sieg über Weißenfels den direkten Konkurrenten Quakenbrück und schob sich wieder auf Rang acht (47). Bester Werfer der Phantoms waren Heiko Schaffartzik und Brandon Thomas (beide 13), für den MBC traf Radenko Pilceviv am besten.
