FRANKFURT/MAIN - FRANKFURT/MAIN/DPA - Dem Dopingfall Michael Wright zum Trotz steht Alba Berlin in der Basketball-Bundesliga dicht vor dem Hauptrundensieg und der besten Ausgangsposition für die am 15. Mai startenden Playoffs. Auch ohne den wegen Dopings für 12 Spiele gesperrten US-Amerikaner entschied der siebenmalige Serienmeister (42:14 Punkte) das hochklassige Spitzenspiel gegen Verfolger Rhein-Energie Köln (38:16) am drittletzten Spieltag in meisterlicher Manier mit 95:81 für sich.

Außer Köln kann nur noch der erst morgen gegen Trier beschäftigte und im Direktvergleich mit Berlin vorne liegende Vizemeister GHP Bamberg (36:18) die Berliner abfangen. Außer dem Spitzentrio ist auch Titelverteidiger Skyliners Frankfurt (36:20) trotz der 82:90-Niederlage bei BS/Energy Braunschweig für die Playoffs qualifiziert.

Dahinter tobt ein harter Kampf um die restlichen Playoff-Plätze. Dabei müssen die Telekom Baskets Bonn nach der 73:85-Heimpleite gegen Karlsruhe erstmals um die Teilnahme bangen.

Die Artland Dragons haben die Meisterrunde bereits erreicht. Nach dem eigenen 91:67-Sieg über die Tigers Tübingen – Marko Bulic 25 Punkte (davon fünf Dreier) – und der Niederlage von Ludwigsburg gestern gegen Gießen sind die Quakenbrücker nicht mehr von einem Playoff-Platz zu verdrängen.

Mamic war Berlins Matchwinner gegen Köln. „Er hatte einen Sahnetag“, lobte Gäste-Coach Armin Andres den 30-jährigen Flügelspieler, der mit 79-prozentiger Trefferquote aus dem Feld (sieben von acht Dreiern) 33 Punkte erzielte und 10 Rebounds holte.

Schlüssel zum Heimsieg war die starke Defensive, mit der Kölns Spitzenkräften – den früheren Berlinern Obradovic und Pesic – die Wirkung genommen wurde. „Die Mannschaft zeigte Charakter und eine tolle Reaktion auf die Ereignisse der letzten Woche“, sagte Alba-Trainer Henrik Rödl, auf den Dopingfall Michael Wright anspielend. Bill Edwards (22) punktete bei den Kölnern am besten.