FRANKFURT/OLDENBURG - Nach dem ersten Patzer der EWE Baskets seit zwei Monaten spitzt sich der Dreikampf um den Hauptrundengewinn in der Basketball-Bundesliga zu. Der Tabellenführer aus Oldenburg (50:12 Punkte) kassierte am Sonntag überraschend eine 76:86-Heimpleite gegen Quakenbrück und spürt den Atem der Verfolger Alba Berlin und BG Göttingen (beide 46:14) im Nacken.
Der Titelverteidiger aus Berlin setzte sich bei den Tigers Tübingen dank Korbjäger Julius Jenkins (18) mit 80:70 durch. Die Partie stand auf Messers Schneide: Die Gastgeber lagen zweieinhalb Minuten vor Schluss 70:67 in Führung, ehe vor allem Ansu Sesay mit sieben Punkten für ein Happy End aus Sicht von Alba sorgte. Göttingen wiederum behielt in Nördlingen mit 97:92 die Oberhand und konnte sich dabei vor allem auf Ben Jacobson (23) verlassen. Am Mittwoch kommt es in der Hauptstadt zum direkten Duell der Verfolger.
Bundesliga-Gründungsmitglied Gießen 46ers steht derweil nach der 72:93-Niederlage im Hessen-Derby bei den Skyliners Frankfurt vor dem Gang in die Zweitklassigkeit. Nur noch ein sportliches Wunder kann die Gießener vor dem ersten Abstieg der Clubgeschichte retten. Frankfurt sicherte sich endgültig die Playoff-Teilnahme.
Die Eisbären Bremerhaven (10:48) planen ohnehin längst für die 2. Liga und würde bei einer Niederlage an diesem Montag in Bamberg auch als erster Absteiger feststehen.
Im Rennen um die zwei letzten freien Playoff-Plätze feierten die Paderborn Baskets (8./32:28) beim 67:61 gegen Ludwigsburg und Trier (10./30:34) mit einem 82:63 gegen RP Ulm wichtige Siege.
Erster sportlicher Aufsteiger ist der Mitteldeutsche BC. Das Team aus Weißenfels steht in der 2. Liga „Pro A“ uneinholbar an der Spitze und so fünf Jahre nach der Insolvenz und dem Zwangsabstieg in die Regionalliga auf dem Sprung in die 1. Liga. Dafür muss der Vorstand aber noch eine hohe Hürde meistern, denn der Verein hat die Bundesliga-Lizenz nur mit Auflagen und einer auflösenden Bedingung erhalten.
