München - Zehn Sekunden vor Schluss gab es bereits erste Glückwünsche auf dem Feld, danach schlichen die frustrierten Spieler des FC Bayern vom Parkett. Aufsteiger BG Göttingen hat am 5. Spieltag der Basketball-Bundesliga für eine Überraschung gesorgt und den Champion vor eigenem Publikum beim nie gefährdeten 95:81 in Grund und Boden gespielt. „Unsere Leistung war nicht ausreichend. So dürfen wir uns hier nicht präsentieren“, sagte Bayerns Aufbauspieler Heiko Schaffartzik.

Nur 48 Stunden nach dem verlorenen Euroleague-Auftakt in Barcelona (81:83) präsentierten sich die Bayern vor allem in der Defensive schwach. Göttingen nutzte dies eiskalt. Immer wenn Bayern auf Tuchfühlung herankam, fanden die Gäste die passende Antwort. Bester Werfer war Spielmacher Khalid El-Amin mit 20 Punkten. Nihad Djedovic traf für München am häufigsten (19). „Wir sind super happy. Damit hat keiner gerechnet. Das ist eine großartige Geschichte. Wir fahren jetzt mit einem grinsenden Gesicht zurück nach Göttingen“, erklärte Dominik Spohr.

Ebenfalls aus der Erfolgsspur gerieten die Artland Dragons, die bei den Baskets Bonn eine 77:99-Schlappe erlitten. Für die Quakenbrücker war es die erste Saisonniederlage. Alba Berlin nutzte den Ausrutscher der Konkurrenz und bleibt Tabellenführer. Der Pokalsieger ist nach dem ungefährdeten 93:65 bei Aufsteiger Crailsheim Merlins auf nationalem Parkett weiter ungeschlagen. Die Baskets aus Bamberg gewannen mit 74:61 bei TBB Trier. Bamberg gehört damit zu einer Verfolgergruppe von fünf Mannschaften, die jeweils 8:2 Punkte aufweisen.

Die Eisbären Bremerhaven gewannen gegen die Frankfurt Skyliners mit 71:62. Bester Werfer für Bremerhaven war Sean Armand (16). In der Tabelle belegen die Eisbären den siebten Rang. Das Duell am kommenden Sonntag (17 Uhr) gegen Bayern München tragen die Eisbären in der ÖVB-Arena in Bremen aus.