HALLE/WESTFALEN - Auf dem Weg zu den Olympischen Spielen wartet auf die deutsche Basketball-Nationalmannschaft noch jede Menge Arbeit. Das Team von Bundestrainer Dirk Bauermann gewann am Sonnabendabend im westfälischen Halle zwar das erste von insgesamt sechs Testspielen vor dem Olympia-Qualifikationsturnier in Athen (14. bis 20. Juli) gegen Polen mit 76:62, offenbarte dabei aber noch zahlreiche Schwächen. Dennoch war Superstar Dirk Nowitzki nicht unzufrieden.

„Für den Anfang war das ganz o.k. – wenn wir aber wirklich bei Olympia dabei sein wollen, muss die Kurve in den kommenden Tagen steil nach oben gehen“, sagte der mit 18 Punkten erfolgreichste Werfer in der Auswahl des Deutschen Basketball-Bundes (DBB).

Gegen den Gastgeber der Europameisterschaft 2009 steigerten sich Nowitzki und Co. nach einem katastrophalen ersten Viertel (9:14) und kamen am Ende zu einem ungefährdeten Erfolg. „Man konnte nach der harten Trainingswoche auf Mallorca noch keine Wunderdinge erwarten“, erklärte Bauermann nach der Länderspielpremiere im mit 9000 Zuschauern gut besuchten Stadion. „Wir sind am Anfang nicht in die Gänge gekommen“, bemängelte Nowitzki.

Dass der erste Auftritt der deutschen Korbjäger in der Heimat seit dem 26. August 2007 nicht zum Flop wurde, lag nicht an der ersten Fünf mit Nowitzki, Sven Schultze, Robert Garrett, Steffen Hamann und Demond Greene, sondern an der starken Bank. „Die Ersatzspieler haben unserem Team diesmal viel Energie gegeben. Das war sehr erfreulich“, konstatierte der Bundestrainer. Allen voran der Neu-Frankfurter Konrad Wysocki (mit zwölf Punkten zweitbester Werfer) und der Bamberger Tim Ohlbrecht sammelten bei ihrem Debüt Pluspunkte.

„Schade, dass das Spiel schon vorbei ist. Es hat verdammt viel Spaß gemacht“, meinte Ohlbrecht, der sich sechs Rebounds sicherte. „Tim war unter dem Korb ganz stark“, lobte Bauermann den mit 19 Jahren jüngsten Akteur im Kader.

An diesem Montag (20 Uhr) kommt es nun zum zweiten Duell gegen die Polen. Am kommenden Wochenende steht der Supercup an.