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NWZonline.de Sport Basketball

Mike Taylor kriegt von Basketball niemals genug

29.08.2019

Hamburg /Oldenburg Die Hamburg Towers müssen in der Vorbereitung auf ihre erste Saison in der Basketball-Bundesliga für mehrere Wochen auf ihren Trainer verzichten. Und dahinter steckt keine Erkrankung oder Verletzung, sondern ein großer sportlicher Erfolg ihres Trainers Mike Taylor. Denn der US-Amerikaner, der die Hamburger in der Saison 2018/19 zum Aufstieg coachte, ist in Personalunion auch Trainer der polnischen Nationalmannschaft. Und mit der hat er sich für die WM in China qualifiziert, die an diesem Samstag beginnt.

„Ich hoffe, wir werden in China einen Lauf bekommen“, sagte Taylor, der an diesem Donnerstag 47 Jahre alt wird, jüngst dem „Hamburger Abendblatt“. Einen solchen Lauf hatte das Team schon in der Qualifikation. Polen ließ auf dem Weg zur WM ein so starkes Basketball-Land wie Kroatien hinter sich und machte die erste Teilnahme an einem Weltturnier seit 52 Jahren perfekt. Taylor hat sich also einen besonderen Status im Nachbarland erarbeitet.

Den Job dort hat er schon seit 2014 und erledigte ihn in den ersten Jahren auch ausschließlich. Erst Mitte 2018 folgte das zusätzliche Engagement beim damaligen Zweitligisten Hamburg Towers. Auch sein Vorgänger in Polen war ein Ausländer gewesen, nämlich der frühere Bundestrainer Dirk Bauermann. Der hatte die polnische Auswahl von Anfang 2013 bis Anfang 2014 betreut.

Genau jener Bauermann hatte auch jahrelang zwei Jobs parallel ausgeübt. Von 2001 bis 2008 arbeitete er in Bamberg auf Vereinsebene und betreute von 2003 bis 2011 die deutsche Nationalmannschaft. Wenige Monate bevor er Mitte 2008 den Job in Bamberg aufgab (dies passierte nach einer 1:3-Niederlage gegen die EWE Baskets Oldenburg im Playoff-Viertelfinale), hatte der Ligaverband BBL bereits angekündigt, künftig keine Doppelfunktionen in der BBL und beim Deutschen Basketball-Bund (DBB) mehr zuzulassen. Mit dem Rücktritt Bauermanns schien das Thema erledigt.

Dass jener Bauermann aber 2010, als er noch Bundestrainer war, trotzdem wieder zusätzlich zu seinem Verbandsjob einen weiteren Posten übernahm und zu Bayern München ging, war dennoch regelkonform: Die Münchner spielten damals noch in der 2. Liga. Als das Team 2011 mit Bauermann in die Bundesliga aufstieg und somit den BBL-Regularien unterstand, legte er das Bundestrainer-Amt nieder. Diese Regel gilt aber nur für Funktionen in der BBL und beim DBB. Eine ausländische Nationalmannschaft darf ein BBL-Trainer – wie jetzt Taylor im Falle der Polen – nebenbei trainieren.

Sebastian Machowski ist wegen der polnischen WM-Teilnahme hin- und hergerissen. „Zum einen freut es mich, dass das Land nach so langer Zeit wieder dabei ist“, sagte der ehemalige Coach der Oldenburger und der Eisbären Bremerhaven, der jüngst den Trainerposten beim polnischen Erstligisten Polski Cukier Torun übernahm: „Auf der anderen Seite sind einige Spieler meines Teams dabei. Und die fehlen mir natürlich in der Vorbereitung auf die neue Saison.“ Wie lange diese fehlen, hängt logischerweise vom polnischen Abschneiden ab. In der Vorrunde trifft die Mannschaft auf Gastgeber China sowie Venezuela und die Elfenbeinküste. Aus dieser Vierer-Gruppe erreichen der Sieger und der Zweitplatzierte die Zwischenrunde.

So wie jetzt in Hamburg mit einem Team in die Bundesliga aufzusteigen, ist für Taylor indes nicht neu. Er arbeitete von 2003 bis 2011 bei RP Ulm und führte die Mannschaft 2006 in die oberste deutsche Spielklasse. In Hamburg – zum Kader zählt auch Center Jannik Freese (einst Oldenburg, Bremerhaven und Rasta Vechta) – wird er während seiner Abwesenheit nun von seinen Co-Trainern vertreten. Das erste Bundesligaspiel steht für den Aufsteiger am Montag, 30. September, bei Titelverteidiger Bayern München an.

Taylor ist inzwischen viel Reiserei gewohnt. Mitte August erlebte er deshalb Ungewöhnliches, als er seine beiden Teams nahezu parallel betreuen konnte. Denn am Vier-Nationen-Turnier in Hamburg nahmen neben Gastgeber Deutschland auch Ungarn, Tschechien und eben Polen teil. „Normalerweise heißt es entweder Towers oder Polen. Jetzt kommt eben beides zusammen“, freute er sich damals.

Hauke Richters Leitung / Sportredaktion
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