Los Angeles - Im ersten Spiel nach dem Rassismus-Skandal um Klubbesitzer Donald Sterling haben die Los Angeles Clippers in den Play-offs der nordamerikanischen Basketball-Profiliga eine Niederlage kassiert. Bei den Golden State Warriors unterlagen die Kalifornier im vierten Spiel 97:118 und mussten in der best-of-seven-Serie den Ausgleich hinnehmen.

Die Spieler der Clippers, bei denen Jamal Crawford mit 26 Punkten Topscorer war, reagierten mit stillem Protest auf die Äußerungen, mit denen Sterling in Verbindung gebracht wird. Alle Spieler warfen ihre Trainingsjacken in die Mitte des Parketts und trugen ihre Aufwärmshirts auf links, damit das Logo nicht zu sehen war. Zudem spielten die Profis in schwarzen Socken. Sterling, seit 1981 Besitzer der Los Angeles Clippers, war am Sonntag im Staples Center nicht anwesend.

Der 80-Jährige wird beschuldigt, sich in einer mitgeschnittenen Konversation diskriminierend über Schwarze geäußert zu haben. Demnach habe Sterling im Gespräch mit einer Frau gesagt, sie solle keine Schwarzen mit zu den Spielen der Clippers bringen. Die vom Klatsch-Portal TMZ.com veröffentlichten Aussagen hatten in den USA zu heftigen Reaktionen geführt, auch Präsident Barack Obama schaltete sich ein und nannte die Äußerungen „unglaublich beleidigend“ und „rassistisch“.

Hören Sie hier den Mitschnitt des kontroversen Gesprächs auf TMZ.com.

Derweil glichen die Toronto Raptors im Duell mit den Brookly Nets aus. Im vierten Aufeinandertreffen setzten sich die Kanadier in New York 87:79 durch. Die Portland Trail Blazers stehen dagegen kurz vor dem Einzug ins Viertelfinale. Gegen die Houston Rockets gewann das Team aus dem US-Bundesstaat Oregon 123:120 nach Verlängerung und ging in der Serie mit 3:1 in Führung.