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NWZonline.de Sport Basketball

Langer Weg zurück ins Oberhaus

28.09.2016

Oldenburg /Quakenbrück Eine frustrierende Niederlage war es gewesen. Mit 99:101 verloren die Artland Dragons am 30. April 2015 ihr Spiel in der Basketball-Bundesliga gegen die Crailsheim Merlins – die Playoffs hatten sie zu diesem Zeitpunkt bereits verpasst. Das schlechteste Abschneiden der Vereinsgeschichte (11. Platz) quittierten die Fans in der wie üblich mit 3000 Zuschauern voll besetzten Artland-Arena mit Pfiffen. Doch dass es vorerst das letzte Erstligaspiel in Quakenbrück bleiben sollte, ahnte damals wohl niemand.

Nur drei Tage später verkündeten die Verantwortlichen, dass sich die Dragons nach zwölf Jahren aus der Bundesliga zurückziehen. Textil-Unternehmer Günter Kollmann hatte einen Großteil des Etats gestemmt und war dazu offenbar nicht mehr bereit. Es folgten emotionale Protestaktionen der Anhänger, infolge derer eine Lizenz für die drittklassige ProB erworben wurde.

Viertes Playoff-Finale 2007: Bambergs Steffen Hamann (links) im Duell mit Quakenbrücks Bryan Bailey BILD: Gentsch

Im Finale 2007 gegen Bamberg verloren

Von 2003 bis 2015 spielten die Artland Dragons Quakenbrück in der Bundesliga. 2007 erreichte das Team unter dem damaligen Trainer Chris Fleming das Playoff-Finale, in dem es ein 1:3 gegen die Baskets Bamberg gab. 2008 gewannen die Quakenbrücker den BBL-Pokal. Zu den bekanntesten Spielern zählten zu Bundesliga-Zeiten Michael Jordan, Darius Hall, David Holston und Filiberto Rivera.

Nach einer verhaltenen Debütsaison mit dem frühen Playoff-Aus in der ersten Runde gegen Frankfurt haben Geschäftsführer Marius Kröger und Trainer Dragan Dojcin für diese Spielzeit ein klares Ziel formuliert: „Aufstieg in die zweite Liga ProA“. Dafür wurde fast der komplette Kader ausgetauscht: zwölf Spieler gingen, zehn neue kamen – darunter Scharfschütze Chris Frazier von Bundesligist Crailsheim.

Artur Gacaev, Trainer von Ligakonkurrent Baskets Akademie/OTB aus Oldenburg und an diesem Samstag (19 Uhr, Sporthalle Haarenufer) nächster Gegner der Quakenbrücker, sah den Konkurrenten vor Saisonbeginn als Favoriten auf die Meisterschaft. „Bei den Dragons vereinen sich professionelle Bedingungen und eine hohe individuelle Qualität“, sagte der 46-jährige Russe.

Die Basketball-Begeisterung im Artland ist ungebrochen. In der vergangenen Spielzeit besuchten mehr als 2700 Zuschauer im Schnitt die Heimspiele und sorgten für eine bundesligareife Atmosphäre. Zur ersten Partie der neuen Saison reisten 250 Fans zu Schalke 04 und feierten mit dem Dragons-Team einen 72:63-Auftakterfolg.

Diesen sieht Kröger aber nur als ersten Schritt, wie er zuletzt erklärte. „Mit der Mannschaft und dem Umfeld muss klar sein, dass wir aufsteigen wollen“, verdeutlicht der Dragons-Geschäftsführer. Eine baldige Rückkehr in die Bundesliga sei allerdings nicht geplant. Die Fans werden sich also noch bis zum nächsten Erstligaspiel in Quakenbrück gedulden müssen.

Arne Jürgens Volontär, 3. Ausbildungsjahr / NWZ-Redaktion
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