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NWZonline.de Sport Basketball

Marketing, Sponsoring und irgendwie auch Basketball

30.09.2015

Frankfurt Am Main Vom TV-Klassiker „Wetten, dass..?“ in die Basketball-Bundesliga - der neue BBL-Geschäftsführer Stefan Holz hat einen sehr ungewöhnlichen Weg hinter sich. Doch als die 18 Clubs der Ersten Liga nach dem Abgang des langjährigen Liga-Bosses Jan Pommer einen Nachfolger suchten, fiel die Wahl schnell auf den 48 Jahre alten Holz. Schließlich soll sich der neue Mann an der Ligaspitze weniger bei Themen wie Deutschen-Quoten, Nachwuchsarbeit oder Standards einbringen, sondern die BBL in ihrer 50. Saison in den Bereichen Marketing und Sponsoring auf ein anderes Level heben.

„Herr Holz hat ein klares Profil, das für Marketing und Vertrieb steht. Wir hoffen, dass die Liga ihre Einnahmesituation verbessert“, sagte ALBA Berlins Geschäftsführer Marco Baldi der Deutschen Presse-Agentur. Zuletzt war das Verhältnis zwischen den Vereinen und der Liga-Zentrale in Köln nicht immer das beste. „Wir erwarten vom neuen Geschäftsführer, dass er Vertrauen durch offene und ehrliche Kommunikation aufbaut“, forderte Oldenburgs Geschäftsführer Hermann Schüller deshalb.

Holz hat sich voller Tatendrang in seine neue Aufgabe gestürzt. „Das ist eine fantastische Aufgabe“, sagte der zweifache Familienvater im Interview der Deutschen Presse-Agentur. „Diese Chance gibt es nur einmal im Leben. Dann darf man da nicht lange überlegen.“

Zuvor war Holz untere anderem für die Vermarktung der TV-Sendung „Wetten, dass..?“ und die Werbe- und Persönlichkeitsrechte von Thomas Gottschalk zuständig. Kein Wunder, dass er in seinen ersten Wochen als BBL-Boss immer wieder gefragt wurde, was die Basketballer von der lange so erfolgreichen Unterhaltungsshow lernen können. „Ich glaube, wir müssen es schaffen, dass wir für große Unternehmen interessanter werden. Das ist uns bei „Wetten, dass..?“ gelungen“, sagte Holz. „Wir haben schon tolle Partner, aber müssen versuchen, da noch mehr zu finden.“

Sein Hauptaugenmerk will der ehemalige Unternehmensberater nicht auf die Hardcore-Fans des Basketballs richten. Die seien bereits gut versorgt. Vielmehr gehe es um die allgemein am Sport interessierten, die hin und wieder mal ein Spiel der BBL schauen. Diese Menschen gelte es dann im Basketball zu halten. „Wir müssen mehr Leute mit der Faszination Basketball in Kontakt bringen“, sagte Holz. Martin Geissler, Geschäftsführer beim Mitteldeutschen BC, sieht das genauso: „Die Liga muss noch attraktiver werden und noch mehr Menschen für Basketball begeistern.“

Holz will dabei auch ungewöhnliche Wege gehen, Denkverbote gibt es für ihn nicht. „Also mehr Joko & Claas und warum nicht auch zu den Youtube-Stars“, nannte er eine Maßgabe für die Zukunft. Es gelte, die Gesichter der Liga klarer herauszustellen und einem breiten Publikum bekanntzumachen. „Fragen Sie doch heute einmal auf der Straße nach drei Nationalspielern, die nicht in der NBA spielen. Da wird es bei den allermeisten schon eng“, meinte der neue Mann an der BBL-Spitze.

Das A und O für seine erfolgreiche Arbeit seien aber die Erfolge der Clubs in den internationalen Wettbewerben. Mit Blick auf die Vision 2020 seines Vorgängers, die BBL bis dahin zur stärkten Liga Europas zu machen, seien sportliche Ergebnisse unumgänglich. „Es muss schon auch mal gelingen, in das Final Four der Euroleague zu kommen.“ Nur dann werde die Liga wirklich interessant für große Partner und mehr Zuschauer.

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