MIAMI - MIAMI/SID/DPA - Dirk Nowitzkis Tief hat die Dallas Mavericks in Katerstimmung gestürzt. Der Würzburger schwächelte in der Finalserie gegen die Miami Heat erneut, und die Texaner kassierten am Sonntagabend (Ortszeit) beim hochdramatischen 100:101 nach Verlängerung bereits die dritte Niederlage in Folge. Miami benötigt damit nur noch einen Erfolg zum ersten Titelgewinn in der nordamerikanischen Basketball-Profiliga NBA.
„Wir stehen mit dem Rücken zur Wand. Diese Niederlage ist schwer zu verdauen, weil wir genügend Siegchancen hatten“, sagte Nowitzki (20 Punkte, 8 Rebounds). Ein Sieg im nächsten Spiel der Serie in Dallas in der Nacht zum Mittwoch (3 Uhr/Premiere) ist jetzt Pflicht. Im entscheidenden siebten Spiel am Donnerstag hätten die „Mavs“ ebenfalls Heimrecht.
Deutschlands bester Basketballer ist ratlos. Wütend knallte er den Ball auf den Boden. Ausgerechnet im Duell der Final-Debütanten hat sich der 27-Jährige eine unerklärliche Auszeit genommen, Rhythmus, Aggressivität und Selbstvertrauen verloren. Im Schlussviertel gelangen ihm nur fünf Punkte, in der Verlängerung lediglich zwei. Nowitzkis Korb zum 100:99 neun Sekunden vor dem Ende der Verlängerung wäre ironischerweise fast der entscheidende gewesen, doch dann foulte er Dwyane Wade 1,9 Sekunden vor der Schlusssirene. Der überragende Heat-Spielmacher besiegelte das Schicksal der Gäste mit zwei verwandelten Freiwürfen und stellte mit 43 Punkten einen persönlichen Playoff-Rekord auf.
Nowitzki wird derweil erst unmittelbar vor den beiden Länderspielen des deutschen Nationalteams gegen Kanada (28. und 30. Juli) zur Mannschaft von Bundestrainer Dirk Bauermann stoßen, die sich u.a. auf Mallorca auf die WM in Japan (19. August bis 3. September) vorbereitet. Erstmals für den Kader nominiert wurden Guido Grünheid (RheinEnergie Köln) und Christopher McNaughton (Bucknall University/USA).
