München - Alba Berlin hat Titelverteidiger Bayern München entzaubert und ist ins Halbfinale des BBL-Pokals eingezogen. Das Team von Trainerfuchs Aito Garcia Reneses fügte den Bayern in der Neuauflage des Vorjahresfinals mit 78:70 als erstes deutsches Basketballteam in dieser Saison eine Niederlage zu.
Am 2. Weihnachtsfeiertag ist Rasta Vechta in der Bundesliga gefordert. Die Mannschaft tritt am Mittwoch um 18 Uhr bei den Baskets Bonn an. Die Eisbären Bremerhaven sind am selben Tag bereits um 15 Uhr bei den Frankfurt Skyliners im Einsatz.
Einen Tag länger als Vechta und Bremerhaven dürfen die EWE Baskets Oldenburg ihren Weihnachts-Kurzurlaub genießen. Die Mannschaft von Trainer Mladen Drijencic spielt am Donnerstag, 27. Dezember (20.30 Uhr), bei Medi Bayreuth.
Eine Woche nach dem 83:81-Sieg gegen den Tabellenzweiten Alba in der Liga stießen die Münchner auf heimischem Parkett im vierten Spiel innerhalb von acht Tagen an ihre Grenzen und fanden in den hartnäckigen Gästen ihre Meister. Zuvor waren am Sonntag die Baskets Bonn den Frankfurt Skyliners und Brose Bamberg ins Halbfinale des runderneuerten Pokal-Wettbewerbs gefolgt. Im Halbfinale (20. Januar) muss Alba in Frankfurt antreten, Bamberg empfängt Bonn. Das Endspiel findet am 17. Februar statt.
Wie schon in der Vorwoche entwickelte sich in München ein enges und spannendes Spiel, das von vielen Fehlern auf beiden Seiten geprägt war. Bayern-Star Derrick Williams, der auf 15 Zähler kam, konnte nicht an seine 26-Punkte-Gala aus dem Duell vor einer Woche anknüpfen.
Alba überzeugte durch eine geschlossene Mannschaftsleistung und legte in den entscheidenden Situationen mehr Aggressivität und Präzision an den Tag. Aufbauspieler Stefan Peno (13 Punkte) ragte bei Alba heraus, Matchwinner aber war der erst 18-jährige Jonas Mattisseck, der mit fünf verwandelten Dreiern 15 Punkte erzielte.
Bonn gewann am Sonntag beim Überraschungs-Viertelfinalisten Science City Jena mit 89:86 und zog erstmals seit 2012 wieder in die Runde der letzten Vier ein. Die Bamberger hatten am Samstag die BG Göttingen mit 83:64 bezwungen, Frankfurt erreichte durch ein 80:70 gegen die Löwen Braunschweig erstmals seit drei Jahren wieder das Halbfinale, das nicht mehr im Rahmen eines Final-Four-Turniers ausgetragen wird.
