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NWZonline.de Sport Basketball

Bei Überfliegern überwiegt Stolz

11.06.2019

München /Vechta Am Ende klatschten sogar die gegnerischen Fans. Als die Basketballer von Rasta Vechta ein letztes Mal in dieser Wahnsinns-Saison das Spielfeld verließen, würdigten die Anhänger des Titelverteidigers Bayern München ihre Leistungen mit großem Applaus. Auch wenn das Happy End am Ende einer märchenhaften Spielzeit des Aufsteigers ausblieb, war am späten Samstagabend kein Platz für Trauer bei Rasta.

„Im Sommer hatte ich der Mannschaft gesagt, dass wir Geschichte schreiben wollen für diesen Club“, sagte Trainer Pedro Calles voller Stolz: „Jetzt haben wir wohl eine Geschichte für den ganzen deutschen Basketball geschrieben.“

Der sensationelle Höhenflug des aufmüpfigen Aufsteigers war erst vom Meisterfavoriten beendet worden. Das 80:95 (41:49) am Samstagabend in München war deutlich, ebenso das 0:3 in der Best-of-Five-Serie. Doch die Freude über eine heldenhafte Saison überwog beim Club aus dem Oldenburger Münsterland, der als erster Aufsteiger seit 2012 das Halbfinale erreicht hatte.

„Ich komme aus dem Süden Spaniens, daher bin ich ein emotionaler Mensch. Ich versuche jetzt, meine Emotionen zu kontrollieren“, sagte Calles (35), der als Trainer des Jahres ausgezeichnet worden war: „Ich will mich bei meinen Spielern bedanken, die es so weit gebracht haben. Es war mir eine Freude, die Serie und die Saison coachen zu dürfen. Ich bin sehr stolz auf meine Jungs.“

Nach dem dritten Aufstieg hatte Geschäftsführer Stefan Niemeyer eigentlich nur das Ziel ausgegeben, nicht zum dritten Mal direkt wieder abzusteigen – doch dann jagte eine Überraschung die nächste. Als Vierter der Hauptrunde stürmte Vechta in die Play-offs, im Viertelfinale schalteten die verletzungsgeplagten Rastaner nur mit einer Siebener-Rotation gar den früheren Serienmeister Brose Bamberg aus und erreichten erstmals in der knapp 40-jährigen Clubgeschichte das Halbfinale.

Am Sonntag stand für die Sensationstruppe erst einmal das große Abschluss- und Vereinsgeburtstagsfest in der Vechtaer Wunderbar an. Ob die Rasta-Helden aber auch nach dem Sommerurlaub wieder die Bundesliga aufmischen, ist fraglich – denn das Überraschungsteam droht auseinanderzubrechen.

Erfolgscoach Calles soll bei Pokalsieger Bamberg als Nachfolger von Federico Perego im Gespräch sein, Nationalspieler Philipp Herkenhoff (19) hofft im NBA-Draft auf den Sprung in die beste Liga der Welt. Austin Hollins dürfte schwer zu halten sein. Und TJ Bray (26), in München mit sagenhaften zehn Dreiern und einem Karrierebestwert von 38 Punkten der überragende Mann, soll das Interesse der Bayern geweckt haben.

„Zur heutigen Leistung von TJ Bray fallen mir kaum Worte ein, vielleicht trifft beeindruckend zu“, lobte Calles seinen Spielmacher: „Er hat mir mehr über den Basketball beigebracht als ich ihm.“

„Wir haben in dieser Saison immer als Team agiert, das hat uns den Erfolg beschert. Calles hat einen großartigen Job damit gemacht, die Puzzleteile zusammenzufügen“, betonte Bray und schob dann einen vielsagenden Satz hinterher: „Es hat einfach großen Spaß gemacht, ein Teil dieses Teams zu sein.“

Die Chance auf ein Happy End mag in München größer sein – doch Märchen werden in Vechta geschrieben.

Lars Blancke Redakteur / Sportredaktion
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