München - Mit dem ersten Saisonsieg gegen eine Spitzenmannschaft der Liga sind die Basketballer von Bayern München endgültig im Kreis der besten Bundesligateams angekommen. Die Spieler von Trainer Svetislav Pesic gewannen am Sonnabend gegen RP Ulm in einer dramatischen Partie mit 80:78 und zogen damit an den Schwaben vorbei auf Rang vier.
Auch Bamberg gewinnt
Weiter unangefochten auf Platz eins liegen die Baskets Bamberg. Der Titelverteidiger entschied das Frankenderby gegen den BBC Bayreuth mit 85:74 für sich und trotzt weiter allen Strapazen durch die Doppelbelastung aus Euroleague und Bundesliga.
Münchens Trainer Pesic versuchte, die Euphorie in der mit 6700 Zuschauern ausverkauften Münchner Halle zu dämpfen. „Ich glaube nicht, dass wir jetzt schon ein Spitzenteam sind. Dazu gehört auch Kontinuität“, sagte der frühere Bundestrainer. „Wir werden uns weiter entwickeln müssen, damit wir über eine Spitzenmannschaft sprechen können. Das wird noch einige Zeit brauchen.“
Gegen die starken Ulmer, die am Mittwoch gegen Belgrad in die Zwischenrunde des Eurocups starten, entschieden die Münchner die Partie erst in den Schlusssekunden für sich. Tyrese Rice sorgte vier Sekunden vor dem Ende mit einem verwandelten Freiwurf für den Endstand, weil Allan Ray den letzten Ulmer Angriff nicht mehr Richtung Korb der Gastgeber bringen konnte. „Wir müssen einfach noch ein bisschen zulegen, wenn wir die Münchner schlagen wollen“, sagte Ulms Trainer Thorsten Leibenath. Bester Werfer bei den Bayern war Jared Homan mit 20 Punkten, für Ulm sammelte Allan Ray die meisten Punkte (17).
Ihr nächstes Bundesligaspiel bestreiten die Ulmer am Sonnabend (20 Uhr) bei den zweitplatzierten EWE Baskets. Die Oldenburger waren an diesem Wochenende spielfrei, ebenso die Eisbären Bremerhaven.
Nach einigen Wochen ohne Erfolgserlebnis gab es für Alba Berlin wieder einen Sieg. Das Team gewann gegen Braunschweig mit 80:58, nachdem es zuvor fünf Pflichtspiel-Pleiten in Serie kassiert hatte.
Ludwigsburg ohne Trainer
Nach dem erneuten Rückschlag für die Neckar Riesen Ludwigsburg mit dem 73:78 im Nachbarschaftsduell gegen die Tigers Tübingen beurlaubte der Club seinen Cheftrainer Steven Key mit sofortiger Wirkung. „Die sportlich prekäre Situation und drei Heimniederlagen gegen Teams aus der zweiten Tabellenhälfte haben diesen Schritt leider unumgänglich gemacht“, begründeten die Verantwortlichen des Vorletzten am Sonntag die Entscheidung. Der neue Trainer soll bereits an diesem Montag vorgestellt werden. Als Nachfolger von Key ist John Patrick im Gespräch.
Eine unerwartete Heimniederlage kassierten die Artland Dragons Quakenbrück. Gegen Phoenix Hagen verlor die Mannschaft mit 93:104. „Dieses Spiel ist für uns eine Enttäuschung“, sagte Quakenbrücks Trainer Stefan Koch: „Wenn man in die Playoffs will, muss man in jedem Spiel 100 Prozent geben. Das habe ich bei meinen Spielern allerdings nicht gesehen.“
