OLDENBURG - OLDENBURG - Die Basketball-Saison ist keine Tupperparty. Ansonsten hätten die EWE Baskets in Anbetracht der zweiwöchigen Zwangspause eine bunte Plastikschüssel mit Deckel zur Hand nehmen und die hervorragende Rückrundenform luftdicht verschließen können. Bei den Frankfurt Skyliners hätten die Oldenburger das Gefriergut dann aufgetaut und eine frische Leistung mit einem leckeren Ergebnis serviert.
In Wahrheit war die veritable Playoff-Form der Baskets nicht konservierbar und das Verfallsdatum schon erreicht. „Wir haben die Pause nicht allzu gut verkraftet“, sagte Co-Trainer Ralph Held nach der 82:96 (31:55)-Niederlage beim Meister.
Vielen Premiere-Kiebitzen mag die zweite Halbzeit verborgen geblieben sein, denn das zweite Viertel war ein Grund zum Abschalten. „Die Verteidigung der Skyliners hat uns vor allem in der ersten Hälfte vor große Probleme gestellt“, erkannte auch Coach Don Beck. Während der Halbzeitpause begann in Frankfurt bereits die Vorbereitung auf das kommende Heimspiel morgen (20 Uhr/Weser-Ems-Halle) gegen die Telekom Baskets Bonn. „Ich bin stolz darauf, dass wir uns in der zweiten Halbzeit nicht haben hängen lassen“, meinte Beck, und verschwieg, dass die Aufforderung zur Eigenvermarktung seines Teams von ihm kam.
Durch das Nachholspiel der 18. Runde wird die Bundesliga-Tabelle morgen der Wahrheit ein Stück näher gebracht. Doch erst die Partie des 22. Spieltags gegen Köln (27. April) – vier Tage vor dem 30. und letzten Saison-Durchgang gegen Quakenbrück – beendet den Schief- und Missstand. „Bonn ist schlagbar, aber es sind alle Kräfte nötig, um die Punkte zu holen“, prophezeite Manager Jens Brämer. Mit einem Sieg können die Baskets (26:24) mit den Bonnern (30:22) nach Minuspunkten gleichziehen.
Die Abendkasse der Weser-Ems-Halle öffnet morgen um 18.30 Uhr. Über den Vorverkauf können sich die Fans aber das Schlangestehen ersparen. 3300 Zuschauer wollen bislang dabei sein, wenn Bonn eingetuppert wird.
