OLDENBURG - OLDENBURG - Das Oldenburger Leiden am Anfang der Basketball-Saison hatte ein gesicht: Don Beck! Nur wenige Trainer in der Bundesliga können ihr Gesicht so zerfurchen wie der Mann von den EWE Baskets. Aber auch der Aufschwung seit dem Jahreswechsel steht in Don Becks Gesicht geschrieben. Der Amerikaner lacht in einer Woche so viel wie vorher in der ganzen Hinrunde. „Wir haben hier irgendwie ein lustiges Team“, sagt der Trainer vor dem Oldenburger Heimspiel gegen TSK Würzburg (heute, 20 Uhr, Weser-Ems-Halle). „Durchwachsenen Leistungen folgen herausragende Momente. Die Mannschaft hat Charakter.“

Der Gegner hält Don Beck allerdings zu Ernsthaftigkeit an. Zum einen ist die wirtschaftliche Lage bei den Würzburgern alles andere als zum Lachen, zum anderen zählen die „X-Rays“ sportlich zu den Gegnern, gegen die man viel mehr verlieren als gewinnen kann. Der Verein, aus dem einst Dirk Nowitzki kam, kann den Abstieg kaum verhindern, Gegner ärgern kann er sehr wohl. Die Oldenburger brauchen nur in Quakenbrück nachzufragen: Die Artland Dragons standen dicht an einer Niederlage. Zu Ende spielen wird Würzburg die Saison. Ein neuer Finanzplan hat die Teilnahme bis zum 1. Mai gesichert.

Die Krise hat den Kader der Gäste verändert. Sandis Valters und Mustapha Hoff haben den Club verlassen. Beide setzten den Baskets zu, die im Hinspiel in den letzten Minuten den 68:66-Erfolg sicherstellten. Aber immer noch hat Würzburg vier treffliche Schützen: Jeremy Veal (19,7 Punkte pro Partie), Eddy Mayfield (13,7), Singaras Tribe (10,9) und Rod Nealy (10,4).

Die Oldenburger haben den Vorteil, dass bei ihnen Kristaps Valters wieder mit null Fouls anfängt. Am Mittwoch gegen Bonn hatte der Lette ganz schnell vier zusammen und musste vorsichtshalber vom Feld. Als er wiederkam, kippte er dank seiner Schnellgkeit und Treffsicherheit das Spiel. Über solche Stärken strahlt jeder Trainer.