OLDENBURG - Trotz eines leichten Hängers im dritten Viertel haben die EWE Baskets ihre Erfolgsserie in der Basketball-Bundesliga auf zehn Siege nacheinander ausgebaut und sich vier Spiele vor Ende der Punktrunde für die Playoffs qualifiziert. Beim 78:63 (42:17)-Sieg gegen TBB Trier wurden die Oldenburger am Freitagabend allerdings nicht ernsthaft für das Derby gegen die Eisbären Bremerhaven am Sonntag (16 Uhr) im Bremer AWD-Dome geprüft.
„In der ersten Hälfte haben wir gut gespielt“, sagte Baskets-Trainer Predrag Krunic. „Nach der Pause waren wir dann zu unkonzentriert. Außerdem sind 24 Ballverluste in einem Spiel zu viel. Gegen Bremerhaven müssen wir am Sonntag 40 Minuten lang konzentriert spielen und dürfen uns solche Schwächen nicht leisten.“
Rätselhaft blieb in der ersten Halbzeit, wie die Trierer es in der Bundesliga überhaupt auf den vorletzten Tabellenplatz geschafft hatten. Nach dem ersten Viertel führten die Oldenburger mit 21:5. Aus dem Spiel heraus hatten die Gäste dabei nur ein einziges Mal den Korb getroffen, die übrigen drei Punkte kamen durch Freiwürfe zustande – und das bei einer miserablen Trefferquote von 38 Prozent von der Freiwurflinie.
Nach 13 Minuten war die Partie vor 2890 Zuschauern quasi entschieden, als die Baskets bereits mit 19 Punkten vorn lagen (24:5). Krunic gab nun den Spielern von der Bank vermehrt Spielzeit. Und auch Branislav Ratkovica, Milan Majstorovic und Miladin Pekovic verteidigten so gut, dass die Trierer erst in der 17. Minute einen zweistelligen Punktwert erreichten (32:11).
Jason Gardner bekam zu diesem Zeitpunkt eine erste Pause. Der Amerikaner hatte in der Startformation gestanden, obwohl sein Vater am vergangenen Wochenende im Alter von 57 Jahren gestorben war. Der Aufbauspieler hatte Krunic vor dem Trier-Spiel versichert, dennoch auflaufen zu wollen. Auch gegen Bremerhaven wird der 27-Jährige dabeisein, ehe er am Montag in die USA reist.
Im dritten Viertel ließen es die Oldenburger etwas zu gemächlich angehen, Trier gewann den Abschnitt mit 24:13. Von den Zuschauern gab es „Aufwachen, Aufwachen“-Sprechchöre, und diese wurden erhört: Nachdem die Baskets zwischenzeitlich mit weniger als zehn Punkten geführt hatten (57:49/33. Minute), stellte ein Schlussspurt die Verhältnisse wieder klar.
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