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NWZonline.de Sport Basketball

Baskets-Hinrunde bot Lust und Frust

13.01.2018

Oldenburg Nur ein Baskets-Spieler musste an diesem Wochenende schwitzen: Und zwar Superstar Rickey Paulding, der am Samstag beim Allstar-Spiel der Basketball-Bundesliga (BBL) in Göttingen die Fahne EWE Baskets hochhielt. Seine Oldenburger Mannschaftskollegen konnten das seltene spielfreie Wochenende genießen.

27 Partien haben die Baskets seit Ende September in Bundesliga und Champions League bereits absolviert. Bevor für die Oldenburger am kommenden Samstag (20.30 Uhr) die Rückrunde mit dem Heimspiel gegen die Löwen Braunschweig beginnt, blickt die NWZ auf eine ereignisreiche Hinserie zurück.

 Was gut war

Die im Sommer fast runderneuerte Mannschaft verwöhnte die Fans zunächst mit Offensiv-Basketball vom Feinsten. Der erste Saisonabschnitt war geprägt von einem überragenden Bryon Allen und spektakulären Siegen wie gegen Ulm (94:83), Izmir (96:82) oder Murcia (100:80). Auch wenn die Zahl der erzielten Punkte nach der Trennung von Allen etwas zurückging, stellen die Baskets nach der Hinrunde mit durchschnittlich 84,12 Zählern pro Partie noch die viertbeste Offensive der Liga.

Großen Anteil hieran trägt Rasid Mahalbasic, der mit 16,1 Punkten pro Spiel bester Werfer des Teams ist. Der österreichische Center schlug voll ein und schloss die Lücke, die Brian Qvale durch seinen Abgang hinterlassen hatte. Auch die anderen Zugänge erfüllten im Großen und Ganzen die Erwartungen, im Vergleich zur Vorsaison ist der Kader deutlich ausgeglichener besetzt. Verlass ist nach wie vor auf das Phänomen Paulding, dessen Leistungen auch im elften Baskets-Jahr einfach nicht schwächer werden. Im Gegenteil: Mit seiner Gala-Vorstellung beim 81:74-Sieg gegen Meister Bamberg (28 Punkte) bewies Paulding, dass er einem Spitzenspiel auch noch mit 35 Jahren den Stempel aufdrücken kann.

 Was schlecht war

Ließ sich zu Saisonbeginn dank der starken Offensive noch über die Defensivschwächen hinwegsehen, entwickelte sich die löchrige Verteidigung zum wunden Punkt der Baskets und gipfelte schließlich Anfang Dezember im Eklat um Allen. Nachdem Drijencic seinen Topscorer bei der 90:94-Niederlage in der Champions League in Holon (Israel) fast durchgehend auf der Bank schmoren ließ, weil er beim US-Amerikaner die Bereitschaft zur Defensivarbeit vermisste, beschimpfte Allen seinen Trainer heftig.

Das Tischtuch war zerschnitten, Allens Vertrag wurde kurz darauf aufgelöst. An der Mannschaft gingen die Turbulenzen nicht spurlos vorbei, im ersten Spiel ohne Allen ging Oldenburg in Bonn mit 68:90 unter. Obwohl sich das Team danach fing und in der Defensive deutliche Fortschritte machte, bleibt in diesem Bereich einiges zu tun: Nur fünf Mannschaften erlaubten dem Gegner in der Hinrunde mehr Punkte als die Baskets (83,41). Für mehr Stabilität und Rebounds könnte der an Silvester nachverpflichtete Armani Moore sorgen, der bei seinen ersten zwei Einsätzen überzeugte.

 WaS KOMMT

Der Kampf um die Playoff-Plätze verspricht dramatisch zu werden. Oldenburg (20:14 Zähler) weist als Achter die gleiche Anzahl von Minuspunkten wie Bonn (6.), Frankfurt (7.) und Ulm (9.) auf, der Zehnte Würzburg hat nur zwei Zähler Rückstand auf dieses Quartett. Auf der anderen Seite ist der vierte Platz (Bayreuth/24:10) für die Baskets noch in Sichtweite, dieser Rang garantiert den Heimvorteil in der ersten Playoff-Runde. Ein Nachteil könnte für die Oldenburger sein, dass sie in der Rückrunde noch bei gleich fünf Spitzenteams auswärts antreten müssen (Ludwigsburg, Berlin, Bayreuth, Bamberg und Ulm).

Christopher Deeken
Redakteur
Sportredaktion
Tel:
0441 9988 2031

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