Oldenburg - Als es kurz vor dem Ende noch einmal eng zu werden drohte, zeigte Rasid Mahalbasic, dass er nicht nur der große Mann unter dem Korb ist. Mit dem Rücken zum Ziel und Gegner hob der Center der EWE Baskets den Ball über seinen Kopf und spielte anschließend einen perfekten No-Look-Pass auf Karsten Tadda. Der Nationalspieler traf per Korbleger zum 84:70 – die Entscheidung beim 94:74-Auswärtserfolg der Oldenburger bei den Gotha Rockets.

Mahalbasic war einer derjenigen, die beim zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel überzeugten. Elf Punkte, acht Rebounds und für einen Center auffällig starke neun Vorlagen standen letztlich für den 26-jährigen Österreicher auf der Anzeigetafel. Dass zudem auch die beiden Zugänge Bryon Allen (20 Punkte, 8 Assists, 6 Rebounds) und Mickey McConnell (14 Punkte, 6 Assists) erneut einen guten Eindruck machten, spricht dafür, dass die Baskets in diesem Sommer einen guten Kader zusammengestellt haben.

Einer aber wollte den Pflichtsieg beim Aufsteiger nicht überbewerten. Mladen Drijencic legte vor dem ersten Heimspiel der Saison an diesem Sonntag (15 Uhr/große EWE-Arena) gegen Jena den Finger in die Wunde. „Ich bin enttäuscht, dass wir nicht immer das Maximum gegeben haben“, sagte der Trainer.

Was der Coach des Vizemeisters meinte, waren die deutlich erkennbaren Schwächephasen, die sich die Oldenburger in eigentlich jedem Viertel leisteten. Zu Beginn eines Durchgangs zogen die überlegenen Gäste erst einmal davon, doch immer wieder gab es auch Konzentrationsschwächen und leichte Ballverluste, die Gotha im Spiel hielten. Deutlich wurde zum Beispiel, dass Aufbauspieler Brad Loesing, ein weiterer Sommer-Zugang, noch nicht das Niveau von McConnell im Ballvortrag hat.

„In der ersten Halbzeit hat die Mannschaft konstanter gespielt. Wir müssen uns bei der Effektivität verbessern und im nächsten Spiel mehr arbeiten“, mahnte Drijencic indes an. Jeder müsse „das Maximum geben, damit wir unser Ziel, einen Playoff-Platz, erreichen.“

Lars Blancke
Lars Blancke Sportredaktion