OLDENBURG - Schnaps ist Schnaps, Dienst ist Dienst und Spiel ist Spiel: Es ehrt die EWE Baskets ja, dass sie ihre Bundesliga-Saison trotz vorzeitiger Playoff-Qualifikation erst einmal abarbeiten wollen, bevor sie sich dem Viertelfinale zuwenden. Dass sich indes die allermeisten Anhänger der Oldenburger Basketballer damit nicht zufrieden geben, spricht für die sprunghaft gestiegene Attraktivität der Mannschaft. So ist ein Heimsieg an diesem Sonntag (18 Uhr, EWE-Arena) gegen den Tabellenletzten SC Jena nicht nur gut für die Statistik, sondern nährt vor allem die Spekulationen über den Gegner in der Meisterrunde.
Als einzige der acht für die am 14. Mai beginnenden Playoffs qualifizierten Teams haben die Oldenburger noch drei statt zwei Spiele zu bewältigen. Nach der Partie gegen Jena müssen die EWE Baskets am kommenden Mittwoch (20 Uhr) in der Paderborner Maspernhalle antreten. Am letzten Spieltag ist am Sonnabend, 10. Mai (19.30 Uhr), Mitkonkurrent Leverkusen in der heimischen Arena zu Gast. Rechnerisch ausgeschlossen ist derweil ein Nordwest-Viertelfinale gegen die Eisbären Bremerhaven.
Es ist an den Baskets, die Phantasie mit Leben zu füllen. Trotz des feststehenden Abstiegs wird sich der Gegner nach dem ersten Sprungball aus blanker Angst nicht flach auf den Boden legen. „Jena hat am vergangenen Mittwoch zur Pause mit 37:36 in Bamberg geführt. Und das, obwohl sie eigentlich nur mit sechs Leuten gespielt haben. Das sollte uns eine Warnung sein“, sagte Predrag Krunic. Lavelle Felton und Jason Miller waren die besten Korbschützen bei der 61:77-Niederlage gegen den Meister.
Hochmut kommt vor dem Fall. Insofern sind die Baskets gut beraten, auf ihren Trainer zu hören. Das Träumen bleibt den Fans überlassen.
