OLDENBURG - Trainer Predrag Krunic wehrt sich stets dagegen, über anderes als den nächsten Gegner der EWE Baskets zu sprechen. Die Diskussion, die nach dem 80:76-Sieg des Tabellenzweiten beim Dritten BG Göttingen unter den Fans entbrannt ist, wird der 42-jährige Bosnier allerdings nicht unterbinden können: Die Hauptrunden-Meisterschaft ist für den Basketball-Bundesligisten zum Greifen nah. Sie hätte zur Folge, dass die Oldenburger in der K.o.-Runde in den entscheidenden Partien jeweils Heimrecht hätten.
Auf Platz eins haben die Baskets die Hauptrunde noch nie abgeschlossen. Im Vorjahr, als letztlich der Meistertitel heraussprang, hatte das Team nach 34 Spielen Rang drei belegt – nachdem allerdings die letzten vier Spiele verloren gegangen waren.
Das scheinbar größte Hindernis auf dem Weg zum Hauptrunden-Titel bildet in diesem Jahr offenbar die nächste von noch vier ausstehenden Partien. Denn auf das Gastspiel an diesem Sonnabend beim Tabellenzwölften Tigers Tübingen folgen (vermeintlich) leichtere Aufgaben, wenn es am übernächsten Wochenende in der heimischen Arena gegen Weißenfels und Ulm geht. Das 34. und letzte Punktspiel beim Vizemeister Baskets Bonn könnte dann für die Oldenburger – abgesehen vom psychologischen Moment – schon bedeutungslos sein. Denn wenn der Meister bis dahin dreimal gewinnt, wäre das Krunic-Team auch bei einer Niederlage in Bonn nicht mehr von Rang eins zu verdrängen. Zwar kann Tabellenführer Alba Berlin, der bereits ein Spiel mehr absolviert hat, bei einer Oldenburger Niederlage in Bonn nach Punkten mit dem Meister gleichziehen. Die Baskets haben allerdings den direkten Vergleich, der in diesem Fall zum Tragen kommen würde, für sich entschieden. Nach einer Auswärtsniederlage mit zwei Punkten Differenz in der Hinrunde (67:69) hatten die Baskets das Rückrunden-Spiel mit neun Punkten Unterschied (68:59) gewonnen.
Derweil ist Julius Jenkins von Alba Berlin zum wertvollsten Spieler der Hauptrunde gewählt worden. Bei der Abstimmung unter den 18 Trainern sowie Medienvertretern setzte sich der 29-jährige Amerikaner vor seinen Landsleuten Chris Ensminger (36/Bonn) und JeKel Foster (26/Oldenburg) durch. In der vergangenen Saison hatte der Oldenburger Jason Gardner (29) die Auszeichnung erhalten. Zum Trainer des Jahres wurde John Patrick (42/Göttingen) gewählt, Zweiter wurde Michael Koch (44/Bonn).
