OLDENBURG - OLDENBURG - Spaß macht das nicht: Die Rolle der EWE Baskets beim wichtigen Bundesliga-Auswärtsspiel am Sonnabend (20 Uhr) in Tübingen erinnert an den Studenten, der noch nicht mit den anderen Examinierten feiern darf, da seine Prüfung noch bevorsteht. Der Erstliga-Aufsteiger aus Schwaben befindet sich zwei Spieltage vor Schluss jenseits von Playoffs und Abstieg und gedenkt, mit seinen Anhängern im letzten Heimspiel die tolle Saison auszuleben.

„Total relaxed“ könne der Gegner die Partie angehen, meinte Don Beck. Der Oldenburger Trainer sieht die Tübinger frei von Zwängen. „Wir dagegen müssen einen klaren Kopf behalten, denn wir wollen von unserem Ziel, die Playoffs zu erreichen, nun nicht mehr ablassen“, sagte Beck.

Wie immer werden die EWE Baskets nichts unversucht lassen. Das Training wird bis morgen ernsthaft gestaltet, die über 700 Kilometer lange Anreise per Bus beginnt am Freitagmorgen. Zudem erscheinen die Tigers Tübingen gemessen an den folgenden Heimspiel-Gegnern Köln (27. April/20 Uhr) und Quakenbrück (1. Mai/15 Uhr) als schwächster Kontrahent. Dagegen stemmt sich Don Beck vehement. „Im Sport kann kann man jedes Spiel verlieren. Und in dieser Basketball-Saison erst recht“, weiß der erfahrene Trainer.

Verlassen können sich die Oldenburger auf ihren nicht nur zahlenmäßig starken Kader. „Die tiefe Bank war ein wichtiger Grund für die erfolgreiche Entwicklung seit Weihnachten“, so Beck. Acht der letzten neun Spiele wurden gewonnen. Weitere drei dürfen es noch sein. Für die Partie gegen Rhein-Energie Köln am kommenden Mittwoch wurden bislang über 3000 Karten verkauft. Das Nordwest-Derby vier Tage später gegen die Artland Dragons ist dagegen seit gestern ausverkauft.