OLDENBURG - Oldenburg ist die dritte Deutschland-Station des Amerikaners. Außerdem spielte er schon in Schweden, England, Italien und Spanien.

von lars ruhsam

OLDENBURG - Oldenburg hat seinen „alten Schweden“. Und das ist nicht abwertend gemeint. Paul Burke, amerikanischer Aufbauspieler mit schwedischem Pass, zählt mit 32 Jahren zu den älteren Spielern der EWE Baskets – und zu den Leistungsträgern des Basketball-Bundesligisten.

Eine Schulterverletzung bremste in der Jugend die Baseball-Ambitionen Burkes. Ein Freund seines Baseball-Trainers trainierte damals eine schwedische Basketballmannschaft und brauchte einen Spieler – so begann Burkes Zeit in Europa. Nach zwei Jahren in Malmö folgte eines in London und eines in Norköpping. Daran schloss sich Zeit bei den Telekom Baskets Bonn an, gekrönt von der Vizemeisterschaft 2001. „Es war eine schöne Zeit, leider fehlte der letzte Schritt zum richtig großen Erfolg“, sagt der 32-Jährige. Nach zwei Spielzeiten kehrte Burke Deutschland den Rücken und verbrachte ein Jahr in Italien bei Snaidero Udine und in Spanien bei

Luc Alicante. Den Vater von zwei Kindern verschlug es dann zurück nach Deutschland, nach Weißenfels zum Mitteldeutschen Basketballclub. Zwar erlebte der in Philadelphia geborene US-Amerikaner durch den Gewinn des Fiba-Europacups seinen bisher größten sportlichen Erfolg, gleichzeitig geriet der Club aber in finanzielle Schwierigkeiten. Der MBC musste infolge der Insolvenz den Weg in die Regionalliga Nord antreten.

Nach dieser schwierigen Saison wechselte Burke zu den EWE Baskets. „Wir verfügen über eine gute Mischung aus Erfahrung und Talent“, sagt der Amerikaner. „Beides muss nur zusammenkommen, das hat zuletzt gut funktioniert.“

Burke hat bei den Baskets einen Zweijahres-Vertrag unterschrieben und kann sich vorstellen, seine Karriere in Oldenburg zu beenden. „Ich möchte spielen, bis ich 35 oder 36 Jahre alt bin. Oldenburg und die Baskets gefallen mir, warum sollte also nicht hier die letzte Station sein?“