OLDENBURG - Zuletzt taten sich die Hausherren sehr schwer. Die Gäste reisen mit neuem Spieler an.
VON NILS KLAIBER
OLDENBURG - Die Vorbereitung auf den nächsten Gegner ist naturgemäß eine der Hauptaufgaben für Trainer. In der Basketball-Bundesliga müssen sich die verantwortlichen Headcoaches dabei momentan immer wieder auf Überraschungen einstellen – nicht anders erging es unter der Woche Don Beck, Trainer der EWE Baskets. Pünktlich vor dem Spiel gegen die Gießen 46ers (Sonnabend, 20 Uhr, EWE Arena) verpflichteten die Hessen in Adam Chubb einen neuen US-Amerikaner.Schon ohne den Neuen haben die Gäste genügend Potenzial, um Beck in Unruhe zu versetzen. „Ich gebe zu, ein wenig besorgt zu sein“, so Beck gestern. „Gießen hat zuletzt einen herausragenden Sieg eingefahren und wird entsprechend selbstbewusst nach Oldenburg reisen.“ In der Tat: Das 102:76 gegen die zuvor drittplatzierten Ludwigsburger imponierte allen Beobachtern. „Zudem ist der Kader gut besetzt und fast der gleiche wie in der letzten Saison“, sagt Beck. 2004/2005 zählten die Gießener zu den großen Überraschungen.
Im Team der 46ers ragen rein statistisch zwei Akteure heraus. Lou Campbell und BJ Elder sorgen mit durchschnittlich 18,4 bzw. 14 Punkten pro Partie mit dafür, dass das Team von Trainer Stefan Koch auch in dieser Saison zu den heißen Playoff-Kandidaten gezählt werden darf. Das Duo konnte jedoch nicht verhindern, dass dem imposanten Sieg gegen Ludwigsburg eine Serie von drei Niederlagen in Folge vorausging.
Bei der Einschätzung der Negativ-Bilanz darf das Verletzungs-Pech nicht vernachlässigt werden, denn zum seit Saisonbeginn auf der Bank sitzenden Chuck Eidson (Kreuzbandriss) gesellten sich immer wieder vor allem groß gewachsene Akteure. Adam Chubb soll nun helfen, derartige Lücken zu schließen. Für die heutige Partie droht den Hessen der Ausfall von Souleymane Wane und Gerrit Terdenge.
„Es ist ein sehr wichtiges Spiel mit Blick auf die weiteren Aufgaben“, weiß Beck. „Uns fehlt momentan die Konstanz, und wir haben in den vergangenen Spielen nicht gut gespielt.“ Gerade daheim bot das Team trotz zweier Siege durchschnittliche Kost. „Seit dem Spiel gegen Berlin tun wir uns schwer“, analysiert der Trainer – das knappe 98:99 gegen den Spitzenreiter hat offensichtlich Spuren hinterlassen. Tickets für das Spiel gibt es heute noch an den Vorverkaufsstellen und ab 18.30 Uhr an der Abendkasse.
