Oldenburg/Izmir - An diesem Sonnabend steht gegen 22 Uhr fest, auf wen die EWE Baskets in der ersten Playoff-Runde (ab Sonntag, 5. Mai) treffen. Die Oldenburger sind zum Zeitpunkt dieser Entscheidung allerdings gedanklich und räumlich ganz weit von der Basketball-Bundesliga entfernt: Die Mannschaft nimmt an diesem Wochenende im türkischen Izmir am Vierer-Finalturnier der Euro-Challenge teil.
Dort spielen die Baskets an diesem Freitag (19 Uhr deutscher Zeit) im Halbfinale gegen den Gastgeber Karsiyaka Izmir, am Sonntag stehen die Oldenburger dann entweder im Spiel um Platz drei oder im Finale. Das zweite Vorschlussrunden-Spiel bestreiten an diesem Freitag (16.30 Uhr) KK Samara (Russland) und BCM Gravelines (Frankreich).
Nach dem 90:59-Sieg im letzten Bundesliga-Hauptrundenspiel in Gießen am Dienstagabend flogen die Baskets um Trainer Sebastian Machowski am Mittwochnachmittag von Frankfurt aus in die Türkei. An diesem Donnerstag trainiert die Mannschaft dann erstmals in der 5000 Zuschauer fassenden Karsiyaka-Arena, die wie der darin spielende Verein nach dem entsprechenden Stadtteil von Izmir benannt ist.
An Izmir hat Machowski (41) gute Erinnerungen. Als Spieler holte er dort 2004 mit dem Mitteldeutschen BC aus Weißenfels einen Europapokal. Das Endspiel der inzwischen nicht mehr existierenden Fiba Eurocup-Challenge gewann die Mannschaft damals mit 84:68 gegen Dijon (Frankreich).
Zwischen der Premiere im Europapokal und der Finalturnier-Teilnahme liegen bei den Baskets viereinhalb Jahre. Am 14. Oktober 2008 starteten die Oldenburger erstmals in das Abenteuer Europa. Im Hinspiel der ersten Qualifikationsrunde zur Euro-Challenge gelang in Cluj (Rumänien) ein 86:60-Sieg. Im Rückspiel eine Woche später gewann das Team 77:72 und zog so in die zweite Qualifikationsrunde ein. Letztlich erreichte die Mannschaft sogar die zweite Gruppenphase. In den beiden Partien gegen Cluj war Rickey Paulding bester Oldenburger Werfer – der 30-Jährige ist der einzige Akteur aus den Europapokal-Anfängen der Baskets, der noch immer für die Oldenburger spielt.
In den Bundesliga-Playoffs könnte es ein Wiedersehen mit den Baskets Bonn geben. Die Mannschaft, die am vergangenen Sonnabend zum Punktspiel in der neuen Arena gastierte, liegt vor dem letzten Hauptrunden-Spieltag an diesem Sonnabend (alle Spiele beginnen um 20 Uhr) auf dem siebten Platz und wäre damit Gegner des Tabellenzweiten Oldenburg. Gewinnen die Bonner ihre Partie gegen Bayern München, wäre die Paarung Oldenburg - Bonn perfekt. Bei einer Bonner Niederlage haben aber auch Hagen (gegen Weißenfels) und Würzburg (gegen Bamberg) noch die Chance, Siebter zu werden. Unabhängig vom Gegner beginnen die Oldenburger an diesem Donnerstag mit dem Vorverkauf für die beiden Playoff-Heimspiele am 5. und 11. Mai.
