OLDENBURG - Die Gastgeber taten sich lange schwer. Erst im dritten Spielviertel setzte sich die individuelle Klasse durch.
Von Oliver Schulz
OLDENBURG - Auf dem Weg in die Playoffs der Basketball-Bundesliga haben sich die Oldenburger einigermaßen mühevoll der Pflichtaufgabe Gießen entledigt. Die EWE Baskets bezwangen am Dienstagabend die 46ers mit 85:71 (43:33). Gegen die sperrigen Gäste wusste das Team von Trainer Don Beck spielerisch selten zu überzeugen, konnte vor 2804 Zuschauern allerdings am Ende sicher die wichtigen Punkte einfahren.In den verbleibenden drei Spielen der Hauptrunde müssen die Oldenburger am kommenden Sonnabend bei den Tigers Tübingen sowie am 6. Mai in Bremen gegen die Eisbären Bremerhaven und zum Abschluss am 12. Mai zu Hause gegen die Artland Dragons Quakenbrück antreten.
„Es war sehr schwierig, meine Spieler auf diese Partie vorzubereiten. Der Gegner konnte befreit aufspielen, wir standen unter Erfolgsdruck. Es war nicht alles gut, aber ich bin stolz auf mein Team“, sagte Beck. „Nun gilt es, den Fokus auf das Spiel in Tübingen zu lenken.“
Dass die Oldenburger die Partie gegen Gießen nicht im Vorübergehen verbuchen konnten, zeigte sich schon in der Anfangsphase. Nach kurzer Irritation auf dem Feld drehten die jüngst vor dem Abstieg geretteten Mittelhessen auf und wandelten den 6:15-Rückstand (5. Minute) mit einem 14:0-Lauf noch vor der Viertelpause in eine Fünf-Punkte-Führung (20:15) um.
Becks erste Auszeit zeigte Wirkung. Die Baskets-Verteidiger agierten danach lebendiger und verringerten den Sicherheitsabstand zum Gegenspieler. Der Erfolg blieb nicht aus: Desmond Penigar, Carl Krauser und D’or Fischer bauten mit ihren Korberfolgen den Vorsprung bis zur Pause wieder auf komfortable zehn Punkte (43:33) aus.
Trotzdem wirkte das Spiel weiter sehr ungeordnet. Der Ball flog beiderseits in Wild-West-Manier auf den Korb: Dem Publikum wurden abwechselnd Dreier-Treffer und Luftlöcher geboten.
Mitte des dritten Viertels setzte sich indes die individuelle Klasse der Oldenburger durch. Penigar, Perkins, Krauser und Fischer boten der zahlenden Kundschaft spektakuläre Korberfolge. Am Ende war der Vorsprung auf 14 Punkte angewachsen.
