OLDENBURG - OLDENBURG - Es wirkt ein wenig wie der Frühjahrsputz der Basketball-Bundesliga. Im Bemühen, mindestens den achten Tabellenplatz zu erreichen und an der Meisterrunde teilzunehmen, müssen die ambitionierten Clubs erst mal allerlei Sperrgut aus dem Weg räumen. Die EWE Baskets sind dieser Tage im Keller beschäftigt. Die BG Karlsruhe hatte sich allerdings schon vor dem Sieg der Oldenburger als Absteiger selbst entsorgt, an diesem Dienstag (20 Uhr) stehen die Gießen 46ers den Baskets in der EWE-Arena im Weg.
Die Verlegung des Spieltermins von Sonntag auf Dienstag hat dem Team von Trainer Don Beck zwei weitere Regenerationstage eingebracht; andererseits haben die Konkurrenten Leverkusen als Siebter und Quakenbrück als Achter die neuntplatzierten Oldenburger mit ihren Wochenend-Siegen zusätzlich unter Druck gesetzt. Der Erfolg ist also Pflicht. Mit einem Heimsieg gegen Gießen und dann 34:28 Punkten wären die Baskets gut gerüstet für die Finalwochen der Hauptrunde mit den schweren Spielen bei den Tigers Tübingen (21. April), in Bremen gegen die Eisbären Bremerhaven am 6. Mai (16 Uhr/AWD Dome) sowie gegen die Artland Dragons Quakenbrück am 12. Mai (19.30 Uhr/EWE-Arena).
Der Gießener Klassenerhalt, den die Mannschaft von Coach Ken Scalabroni ausgiebig feierte, wurde bemerkenswerterweise mit Hilfe einiger deutscher Spieler erreicht. Rouven Roessler, Gerrit Terdenge und Robert Maras haben sich als Stützen und Schützen etabliert.
Auf Seiten der Oldenburger kam am Montag von Heiko Schaffartzik ein positives Zeichen. Bei dessen schwerer Verletzung scheinen nach letztem Stand „nur“ Außenbänder gerissen zu sein, was die Heilung verkürzen könnte. Flügelspieler Terry Black wird wegen seines Muskelfaserrisses gegen Gießen ebenso passen müssen. Aber auch so wird Don Beck ein schlagkräftiges Team präsentieren, das im übrigen beim Frühjahrsputz für viele hilfreiche Hände auf der Tribüne dankbar ist.
